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Zizola, Giancarlo


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 10.06.2011

Vernünftiger Papst verteufelt Atomenergie

Die Italiener stimmen am kommenden Sonntag und Montag in einem Referendum über den von Silvio Berlusconis Regierung geplanten Wiedereinstieg in die Atomenergie ab. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica ist deshalb erfreut, dass sich Papst Benedikt XVI. bei einer Audienz gegen Atomenergie ausgesprochen hat: "Sie wurde unerwartet zum Anlass einer Reflexion des Papstes über die Katastrophen, die in den vergangenen sechs Monaten 'die Natur, die Technik und die Völker' heimgesucht haben. In seiner Mahnung vermeidet Ratzinger die apokalyptischen Töne einer gewissen konservativen Kultur, die den Tsunami in Japan als 'Strafe Gottes' auslegt. Er ruft zur Verantwortung auf. Dabei wird vor allem seine Forderung nach sauberer Energie deutlich, die er vorzieht, um die Integrität der Natur zu bewahren und das Überleben der Menschen auf dem Planeten nicht zu gefährden. Katastrophen müssen laut Benedikt XVI. zum Instrument politischen Umdenkens, einer radikalen Revision des Entwicklungsmodells und neuer Lebensstile werden."

La Repubblica - Italien | 29.06.2010

Papst nicht immun gegen Missbrauchs-Vorwürfe

Der Oberste Gerichtshof in Washington hat am Montag dem Vatikan die diplomatische Immunität abgesprochen. Damit kann der Vatikan im Zusammenhang mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester in den USA zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Der Papst gab darauf eine indirekte Antwort mit seiner Ankündigung, einen Päpstlichen Rat zu gründen für eine geistige Reform der Kirche, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Der schüchterne Intellektuelle, der seit fünf Jahren die katholische Kirche befehligt, hat seinen elfenbeinernen Ort der Besinnung verlassen. Er beweist am Steuerruder eine Entschlossenheit, die nur Unwissende überraschen kann. ... Die Debatte um den Missbrauchskandal im Klerus und die Vertuschung bis hinauf in die höchsten Ränge des Heiligen Stuhls hat, wie vorauszusehen war, zu unvermeidbaren Spannungen innerhalb der Kirchenspitze geführt. Benedikt XVI. beabsichtigt eindeutig, die weitere Entwicklung selbst zu lenken, indem er die innere Front entlang der Linie der von ihm vorgeschlagenen geistigen Reform vereint. Damit geht er weit über allgemeine Maßnahmen der Moralisierung hinaus."

- | 10.02.2010

Vatikan braucht Reformen

Im Fall der Rufmordkampagne gegen den Journalisten Dino Boffo hat der Vatikan jegliche Mitwisserschaft abgestritten. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica beklagt die dürftige Reformbereitschaft der Kirche und vergleicht die derzeitigen Spannungen mit der Kirchenspaltung von Avignon: "Wenig Dinge schaden der Lebenskraft der Kirche und ihrem geistigen Gut mehr als die Niederungen von Avignon, in die sich die Glaubwürdigkeit der Zentralregierung der Kirche begeben hat. Das Staatsekretariat hat mit dem offiziellen Schreiben das schädliche Abrutschen stoppen wollen. … Die Antwort von Oben auf diese Krise … scheint zumindest vorläufig den Verzicht auf Reformperspektiven zu bedeuten, aber nur sie könnten den Zustand der Kirche verbessern. Die Heilige Katharina von Siena forderte zu Zeiten von Avignon Papst Gregor XI. auf, das Unkraut und die stinkenden Blumen voll Dreck und Gier und von Hochmut aufgeblasen, zu entwurzeln und die schlechten Hirten aus dem Garten der Kirche zu verbannen. Es war nicht nur eine geistige Reform, für die die Heilige kämpfte, sondern auch eine strukturelle."

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