Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Ulrich, Bernd


RSS Die Texte von "Ulrich, Bernd" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Zeit - Deutschland | 12.02.2015

USA müssen sich europäischer Führung beugen

Angesichts der Meinungsverschiedenheiten Deutschlands und der USA über Waffenlieferungen in die Ukraine hält die liberale Wochenzeitung Die Zeit einen Wandel in den Beziehungen zwischen der EU und den USA für angebracht: "Niemand sollte sich diesen transatlantischen Konflikt als Arbeitsteilung schönreden. Sanktionen und Waffenlieferungen ergänzen einander nicht. Wenn Amerika militärisch vorprescht, ist die Einheit der EU bei den Sanktionen perdu. ... In dieser Diskussion zeigt sich exemplarisch und überscharf, wie sehr die jahrzehntelange Dominanz der Amerikaner über die europäische Außenpolitik das hiesige Denken geprägt hat. ... Die Ungeduld der USA richtet sich nicht gegen Putin, sondern gegen Bundeskanzlerin Merkel. Wer dem Sanktionsregime der EU keine Zeit gibt, spielt dem Kreml in die Hände. Wenn eskaliert werden muss, dann bei den Sanktionen! ... Natürlich darf sich der Westen trotz allem nicht spalten lassen. Darum müssen sich die USA diesmal der europäischen Führung beugen."

Die Zeit - Deutschland | 05.09.2013

Bernd Ulrich über das historische Syrien-Votum im US-Kongress

US-Präsident Obama will kommende Woche den Kongress um  Zustimmung für einen Militäreinsatz gegen Syrien bitten - ein historischer Moment, meint der stellvertretende Chefredakteur der liberalen Wochenzeitung Die Zeit, Bernd Ulrich. Wir sollten Obama eine solide Mehrheit wünschen, schreibt er: "Es kam bislang nicht oft vor, dass die, nun ja, Menschheit sich vor sich selbst genug erschreckt hat, um strikte Verbote auszusprechen. Zu solchen Verboten gehört neben der Atombombe, die am Ende des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde, das Giftgas, schreckliches Erbe des Ersten Weltkriegs. Solche Art Tabus braucht die Welt nicht weniger, sondern mehr. Insofern ist eine Bestrafung Assads zwingend. Das ist die große, die fast zu große Begründung. Die kleinere, die menschlichere lautet: Eine militärische Bestrafung nützt den Menschen in Syrien mehr als keine. Daran, ob der Satz richtig ist, entscheidet sich letztlich alles. Und hier ist die Antwort, wenn man erst einmal die irakischen, afghanischen und libyschen Gespenster vertrieben hat, relativ einfach: Tut der Westen nichts, muss Assad das als Einladung verstehen, weiter Giftgas einzusetzen. Interveniert der Westen auf kleiner Stufe, dann weiß Assad, dass er bei weiteren Giftgasverbrechen mit massiveren Interventionen zu rechnen hat."

Zeit Online - Deutschland | 30.10.2012

Bernd Ulrich entlarvt glühende Europhoriker als Realpolitiker

Europhoriker wie der österreichische Schriftsteller Robert Menasse, der deutsche Soziologe Ulrich Beck oder der deutsche Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit machen aus Europa eine Ideologie, kritisiert Bernd Ulrich auf dem Online-Portal der liberalen Wochenzeitung Die Zeit, doch tatsächlich geht es um Machtpolitik: "Bei ihrem Versuch, durch ein vollständig integriertes Europa mit bedeutungslosen Nationalstaaten den Dämonen der Vergangenheit zu entfliehen, landen sie genau dort, in der Vergangenheit, in der Ideologie und im Wilhelminismus. ... Das Argument, nur ein vereinigtes Europa könne sich in einer veränderten Welt mit den Machtzentren USA, Indien, Brasilien, Russland und China behaupten, hat natürlich etwas für sich. (Wenngleich ein einiges Europa bei der Klimakonferenz von Kopenhagen vor drei Jahren bei den anderen Mächten schlicht abgeblitzt ist, während ein gespaltenes Europa es immerhin geschafft hat, die USA zu einer Libyen-Intervention zu bewegen.) ... Nur ist Selbstbehauptung eben ein eiskalt realpolitisches Argument, im Nachgeschmack etwas wilhelminisch, Europa will sich seinen Platz an der Sonne sichern. ... Es geht also in Wirklichkeit nicht um die Frage, Nation oder nicht, es geht vielmehr um Größe und Geltung."

» Autorenindex


Weitere Inhalte