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Stürmer, Michael


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Welt am Sonntag - Deutschland | 29.09.2013

Telefonat mit Obama verschafft Iran Zeit

US-Präsident Barack Obama und sein iranischer Kollege Hassan Rohani haben am Freitag miteinander telefoniert. Es ist der erste derartige Kontakt zwischen Staatschefs der beiden Länder seit 1979. Die konservative Welt am Sonntag warnt aber davor, der Annäherung allzu viel Bedeutung beizumessen: "[Es] ist interessant als Geste der Entspannung, aber kein Durchbruch Richtung Frieden. ... Wird es den USA und den Verbündeten gelingen, den Griff der Iraner nach der Bombe rechtzeitig abzufangen, möglichst ohne unkalkulierbaren militärischen Einsatz? ... [Rohanis] Auftritt in New York war in Ton und Signalwirkung verbindlicher als der des halb irr sich inszenierenden Vorgängers Ahmadinedschad. In der Substanz gilt weiterhin abstreiten, Zeitgewinn, weitermachen. Die verschärften Sanktionen tun weh - denn auch Russland beteiligt sich, weil die Bombe des Iran alle Landkarten verändern würde. Teheran muss angesichts der trostlosen wirtschaftlichen Lage neue Unruhen fürchten. Die Mullahs lernen, dass die Atomwaffe einen hohen Preis hat."

Die Welt - Deutschland | 18.09.2012

Riskanter Machtkampf um Bodenschätze

Hinter dem Streit um ein paar unbewohnte Inselgruppen steckt ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft in Fernost und möglicherweise kostbare Rohstoffe, analysiert die konservative Tageszeitung Die Welt: "In Wahrheit geht es … um die Frage, wem das Ostchinesische Meer gehört: China oder Japan? ... Und dies ist nicht nur symbolisch gemeint. Das neue Seerecht der Vereinten Nationen macht auch noch den unfruchtbarsten Felsen irgendwo weitab von bewohnten Küsten zum möglicherweise kostbaren Anspruch auf alles, was sich rundum im Wasser und im Meeresboden darunter an Rohstoffen verbirgt. ... Es geht - wie im Südchinesischen Meer - auch nordöstlich davon um Bodenschätze, Gas und Öl. Ein Krieg wird darüber nicht geführt, wohl aber geht es um Kräftemessen. Das Bedenkliche: Die neuen Machtverhältnisse in Fernost sind bisher, was Abstandsregeln oder gar wirksame Rüstungskontrolle anlangt, unterentwickelt oder nicht vorhanden. Fernöstliche Machtpolitik im freien Experiment aber ist das Letzte, was eine krisengeschüttelte Welt brauchen kann."

Die Welt - Deutschland | 22.12.2010

Auf dem Weg zum autoritären Staat

Die neu geschaffene Behörde für Medienaufsicht in Ungarn (NMHH) erhält weitreichende Befugnisse zur Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Medien sowie Sanktionsmöglichkeiten gegenüber Zeitungen und Online-Portalen. Ein wahres Monstrum, findet die konservative Tageszeitung Die Welt: "Von Zensur über Beschlagnahme von Dokumenten bis hin zum materiellen Ruin unliebsamer Medien gehört alles dazu, was sich ein autoritäres Regime wünschen mag. Es ist ein Ministerium für Meinungssteuerung und Lobpreis der Macht. Die Spitzenbesetzung besteht aus Parteigängern und Günstlingen des Premiers Viktor Orban. ... War Österreichs Haider-Zwischenspiel noch Operette, so ist, was sich in Ungarn abspielt, Tragödie. Im Falle Österreich nahm die Europäische Union noch Anstoß und strafte die Alpenrepublik durch Versetzung in die Strafecke. Im Falle Ungarn passiert gar nichts, obwohl der Weg in den autoritären Staat vorgezeichnet ist und wahrhaftig nicht über Nacht begann. Die Freiheit, die Ungarn vor zwei Jahrzehnten für sich und andere errang, geht dahin."

Die Welt - Deutschland | 22.04.2009

Südafrika ist noch nicht verloren

Der Chef der südafrikanischen Regierungspartei ANC, Jacob Zuma, geht siegessicher in die Parlamentswahl. Die konservative Tageszeitung Die Welt fragt sich, ob er die Kraft für einen Staatsentwurf hat, der das Land mit sich versöhnt und den weiterhin unentbehrlichen Weißen Vertrauen gibt: "Zuma ist vieles und vielerlei - aber kein Visionär. Da ist kein Charisma, sondern Verschlagenheit und Brutalität. Jetzt sagt er, eine Amtszeit sei genug, und das soll beruhigend klingen. Aber auch in Afrika kommt der Appetit beim Essen. Dass ihm die lange Liste nicht schadete, welche die Anklagebehörde vorlegte, ist kein gutes Vorzeichen. Eine Zweidrittelmehrheit im Parlament wäre ein düsteres Vorzeichen, nicht nur für die tapfere Opposition, sondern für Südafrika und seinen Platz in der Welt - unlängst geachtetes Mitglied des G20-Treffens in London. Bis zur Fußballweltmeisterschaft 2010 wird Ruhe herrschen. Danach ist alles möglich. Noch aber ist Südafrika nicht verloren."

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