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Straubhaar, Thomas

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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Aargauer Zeitung - Schweiz | 22.06.2015

Griechenland ist ein gescheiterter Staat

Nicht der Euro oder der Konflikt mit den Gläubigern sind Griechenlands Problem, sondern die fehlenden staatlichen Strukturen, meint Ökonom Thomas Straubhaar in der liberalen Aargauer Zeitung: "Weder ein Grexit noch ein weiterer Kompromiss ändern etwas daran, dass Griechenland ein 'failed state' ist, ein gescheiterter, gefallener Staat. ... Griechenland fehlt es weniger an neuen Krediten und auch nicht an einem Grexit als vielmehr an Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Effizienz staatlicher Institutionen. Korruption, Steuerhinterziehung, Vetternwirtschaft und Schwarzarbeit sind eher die Regel als die Ausnahme. Deshalb kann es nicht darum gehen, zum x-ten Mal von den Griechen zu verlangen, was sie nicht leisten können. Es bringt nichts, darauf zu pochen, dass die Steuereinnahmen erhöht und die Staatsausgaben reduziert werden, wenn nicht zuallererst der griechische Staat rundum saniert wird."

Finanz und Wirtschaft - Schweiz | 07.12.2011

EZB muss Feuer löschen

Auf dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag in Brüssel wollen die Staats- und Regierungschefs weitere Maßnahmen für mehr Finanzstabilität in Europa beschließen. Solange es aber keine Fiskalunion gibt, muss sich die Europäische Zentralbank EZB mehr einmischen, fordert der Ökonom Thomas Straubhaar in der Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft: "Vorerst sollte die EZB den Brand löschen. Dann ist dafür zu sorgen, dass das zur Feuerbekämpfung eingesetzte Wasser in angemessener Zeit und Form eingesammelt wird. Dazu bedarf es des Einsatzes kluger geldpolitischer Instrumente. Sie sollten es der EZB ermöglichen, die Kredite, die sie durch den Kauf alter Staatsanleihen neu gewährt, im Falle eines Falles möglichst rasch zu sterilisieren [mit begleitenden Maßnahmen zu versehen], um Inflationserwartungen im Keime zu ersticken. Schliesslich soll für die lange Frist eine Fiskalunion mit strengen Schuldenbremsen und automatischen Sanktionen sowie dem ESM als einem gemeinsam finanzierten Rettungsschirm dafür sorgen, dass Europa nicht nur eine Haftungs- und Transfer-, sondern auch eine Stabilitätsunion wird."

Die Welt - Deutschland | 20.07.2011

Transferunion ist die Lösung

Nur eine europäische Transferunion kann den Euro retten, meint die konservative Tageszeitung Die Welt: "Es bedarf eines gemeinsam finanzierten Stabilitätsmechanismus, der in Krisenzeiten finanzielle Nothilfen an überschuldete Euro-Länder bereitstellt. Ja, die Haftungsunion setzt den Weg in eine europäische Transferunion fort - so heftig man das in Deutschland ablehnt. Aber die europäische Transferunion ist nichts anderes als die völlig natürliche und logische Weiterentwicklung eines langen Prozesses. Jedes föderative Land ist eine Transferunion - siehe die USA, Deutschland oder die Schweiz. ... Dann endlich könnten Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy gemeinsam jenen Kernsatz aussprechen, der schlagartig jeglicher Spekulation auf einzelne Euro-Länder und damit auf Euroland insgesamt den Boden entzöge: 'Deutschland und Frankreich garantieren mit den anderen Euro-Ländern zusammen, dass kein Euro-Land pleitegeht.'"

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