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Sinn, Hans-Werner


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Tribune - Frankreich | 30.08.2012

Hans-Werner Sinn will endlich Klarheit über den ESM

Das Bundesverfassungsgericht wird am 12. September sein Urteil über die Rechtmäßigkeit des Euro-Rettungsfonds ESM und des Fiskalpakts verkünden. Die Entscheidung ist von grundlegender Bedeutung für die Zukunft Europas, meint der Ökonom Hans-Werner Sinn in der linksliberalen Wirtschaftszeitung La Tribune: "Alle sind besorgt wegen dieses Gerichtsentscheids. Die europäischen Steuerzahler und die Rentner, die erhebliche Ersparnisse haben, befürchten, dass eine Entscheidung für den ESM der Vergemeinschaftung der Schulden Tür und Tor öffnet, und dass sie dann die Verluste der Investoren zu tragen haben. Sollte sich das Gericht gegen den ESM aussprechen, befürchten die Anleger, dass sie die Gesamtlast ihrer Verluste alleine tragen müssen. ... Die Entscheidung lässt sich nicht vorhersehen. Das ist auch gut so. Und noch besser ist, dass auch kein Druck auf das Gericht ausgeübt werden kann, auch nicht in Form von Petitionen. Die EU muss auf rechtsstaatlichen Prinzipien beruhen. Wenn es den Politikern gelingt, sich in manchen Situationen über das Recht hinwegzusetzen, wird es die EU niemals schaffen, die für Frieden und Wohlstand notwendige Stabilität zu erlangen."

Világgazdaság - Ungarn | 01.09.2010

Hans-Werner Sinn über Gewinner und Verlierer nach der Krise

Nach der überstandenen Weltwirtschaftskrise teilt sich die Welt in zwei Gruppen von Ländern, schreibt der Münchner Ökonom Hans-Werner Sinn in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság. Die einen erleben eine kräftige Erholung, die anderen hinken hinterher und kämpfen mit neuen Probleme: "Die Bric-Länder - Brasilien, Russland, Indien und China - gehören zur ersten Gruppe. ... Die zweite Gruppe besteht aus Ländern mit Schuldenproblemen, allen voran den Vereinigten Staaten. ... Auch in Europa ist die Lage durchwachsen. Die ehemaligen Boom-Länder Griechenland, Irland und Spanien verharren in der Rezession, und ihre Bruttoinlandsprodukte werden weiterhin schrumpfen. ... Demgegenüber erlebt Europas größte Wirtschaft, Deutschland, einen überraschend starken Wirtschaftsaufschwung. ... Die Erklärung für diese geteilte Welt ist, dass Länder wie Griechenland, Spanien und die USA, die eine lange Hochkonjunkturphase erlebt haben, die mit riesigen Kapitalimporten finanziert wurden, jetzt zunehmend Schwierigkeiten bekommen, ausländische Gelder aufzutreiben. Dagegen genießen Länder, die Kapital exportierten, einen Liquiditätsüberschuss, da das Kapital vor den 'gesättigten' Ländern zurückschreckt. Dieses überschüssige Kreditangebot führt zu zusätzlichem Konsum und mehr Investitionen und löst so einen Aufschwung aus."

Világgazdaság - Ungarn | 10.11.2009

USA und Europa, zwei Wege aus der Krise

Um die Krise zu bewältigen, werden die USA den italienischen Weg einschlagen und Europa den japanischen, vermutet der Münchner Wirtschaftsforscher Hans-Werner Sinn in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság: "Die ersten elf Monate der Rezession waren so schlimm wie die ersten elf Monate der Weltwirtschaftskrise 1929. ... Viele Experten gehen davon aus, dass die USA versuchen werden, die italienische Karte zu ziehen: durch Inflation die öffentliche Verschuldung zu verringern und durch eine Abwertung der Währung die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. ... Dies dürfte zu einer weiteren Abwertung des Dollar führen, die Nachfrage nach Exporten ankurbeln und die amerikanischen Importe verteuern. ... Das Gegenteil passiert in Europa. ... Es ist unwahrscheinlich, dass Europa die italienische Karte ausspielen wird. ... Vielmehr wird es den japanischen Weg einschlagen. Nach seiner Bankenkrise von 1987/89 durchlitt Japan zwei Jahrzehnte der Stagnation und Deflation mit einer exorbitant wachsenden Staatsverschuldung. Die Vermeidung eines solchen Szenarios ist die Hauptaufgabe der europäischen Wirtschaftspolitik in den kommenden Jahren."

Világgazdaság - Ungarn | 01.09.2009

Hans-Werner Sinn über wirtschaftliche und politische Veränderungen

In der Tageszeitung Világgazdaság reflektiert der Münchner Wirtschaftsprofessor Hans-Werner Sinn über wirtschaftliche und politische Veränderungen in der Welt: "Panta rhei. Alles fließt. Dieser griechische Aphorismus kommt mir oft in den Sinn, wenn ich an die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen meiner Lebenszeit denke. Bevor sie eintraten, erschienen sie als ebenso unwahrscheinlich wie sie im Nachhinein als selbstverständlich empfunden wurden. Der Kommunismus fiel. Deutschland wurde wieder vereinigt. Die Vereinigten Staaten wählten einen schwarzen Präsidenten. Und jetzt befinden wir uns in einer Phase, in der Asien gegenüber dem Westen aufholt und die amerikanische Vorherrschaft in Frage stellt. ... Die Kräfte der Globalisierung, die durch den Fall des Kommunismus befreit wurden, haben eine bessere Welt geschaffen, in der sich die Länder aufeinander zu bewegen und die Ungleichheit schrumpft. ... Die Entwicklung der Welt geht jedoch nicht ohne Probleme vonstatten. Die Kohlendioxidemissionen steigen rasch, die Ressourcen an fossilen Brennstoffen erschöpfen sich schnell, und die Erderwärmung beschleunigt sich. ... Die größte Herausforderung der Welt besteht [deshalb] in den nächsten Jahrzehnten darin, den Frieden zu wahren."

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