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Seibt, Constantin


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tages-Anzeiger - Schweiz | 22.09.2015

Nicht Camerons Sexspiele sind der Skandal

In einer Biographie über den britischen Premier schreibt ein langjähriger Weggefährte, dass David Cameron im Rahmen eines Aufnahmerituals in einen Studentenclub "ein sehr privates Teil seiner Anatomie" in den Kopf eines toten Schweins gesteckt habe. Was die gesellschaftliche Tradition betrifft, ist der Vorfall höchst aufschlussreich, meint der linksliberale Tages-Anzeiger: "Die Exzentrizität der britischen Skandale verdankt sich der intakten Klassengesellschaft. Soziologen beschreiben es so: Die Unterklasse hat häufig Sex, aber ohne weitere Umstände, die Mittelklasse hat kaum Sex (sie arbeitet), die Oberklasse hat wieder viel Sex, aber exzentrischen. Es ist das Privileg gehobener Kreise, erstickt in einem Gummianzug vorgefunden zu werden. Auch Camerons Anekdote mit dem abgeschnittenen Schweinekopf ist eine Oberklassenintrige. ... [Das Buch] wird Cameron in ein falsches Licht rücken. Und zwar, weil es dessen Politik des Sozialabbaus nur streift. ... Das Unanständige an Klassenpolitik ist nicht der private, sondern der öffentliche Teil."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 20.07.2015

Europa verkommt zu einem Wirtschaftsinternat

Im Vertrag zwischen Griechenland und seinen Gläubigern steht am Ende der Satz "The ownership by the Greek authorities is key." Dass das Wort "Ownership" nun Einzug in die Sprache der Politik hält, ist für den linksliberalen Tages-Anzeiger entlarvend: "[Es] bedeutet, dass die griechische Regierung den ausgehandelten Vertrag als eigenes Gedankengut anerkennen müsse: einen Vertrag, der ihre bereits beschlossenen Gesetze zurücknimmt, sämtliche neuen Gesetze unter Bewilligungspflicht von EU, IWF und EZB stellt, extensive Sparmassnahmen und Privatisierungen vorschreibt. ... In der Tat passt das neue Wort perfekt zur Sprache der Austeritätspolitik. Ihre Ziele sind in Konzernsprache gehalten: Strukturreformen, Konsolidierung, Programme. Während die Aktionen aus der Erziehung kommen: Hausaufgaben, Nachsitzen, Disziplin, Regeln und Schlankheitskuren - bis hin zur Aufforderung der IWF-Chefin Christine Lagarde, dass 'endlich Erwachsene am Tisch sitzen' müssten. Europa war eine Idee. Es ist ein Wirtschaftsinternat geworden."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 13.12.2011

Oligarch Blocher besorgt sich eigene Zeitung

Der Verleger der Basler Zeitung, Moritz Suter, hat am Montag alle seine Ämter bei dem Blatt abgegeben und seine Unternehmensanteile an Rahel Blocher verkauft. Sie ist die Tochter von Christoph Blocher, dem Vizevorsitzenden der nationalkonservativen Schweizer Volkspartei (SVP). Jetzt ist allen klar, dass die Blochers eine Oligarchenfamilie sind, meint der liberale Tages-Anzeiger: "Wie gierig Blocher auf noch mehr Macht und Kontrolle ist, zeigt das miserable Geschäft, das Blochers Familienunternehmen Robinvest mit der Zeitung machte: Vater und Tochter warfen rund 70 Millionen für einen Verlag mit 100 Millionen Schulden auf. Bei der Buchprüfung spielte sogar ein 30-Millionen-Loch in der Pensionskasse keine Rolle. Ein Fehler, den sich nur ein Milliardär leisten kann. Doch die Versuchung, einen Chefredaktor wie Markus Somm und voraussichtlich einen Verlagschef wie Filippo Leutenegger zu besitzen, zwei lang erprobte Anhänger, sind der Familie Dutzende Millionen wert. Die Schweiz hat mit den Blochers nun eine echte Oligarchenfamilie: komplett mit eigenem Schloss, Partei, Firmen, Fabriken und Zeitungen."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 24.05.2011

Wikipedia gehört zum Weltkulturerbe

Anlässlich des zehnten Geburtstags von Wikipedia haben die Gründer des Online-Lexikons eine Kampagne gestartet für seine Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco. Der linksliberale Tages-Anzeiger findet, dass Wikipedia eine solche Ehrung verdient: "Ein Grund ist, dass das Mitmachprojekt Wikipedia in einer Krise ist: Immer weniger Freiwillige schreiben mit. Und zwar deshalb, weil die am leichtesten zu schreibenden Artikel bereits geschrieben sind und ein paar Hundert Veteranen alle Diskussionen dominieren - und ein abschreckendes 30-Seiten-Regelwerk zur Qualitätssicherung verfasst haben. Diese Barrieren sind ein Problem. Denn die wichtigsten Lexikon-Beiträger waren, wie eine Studie herausfand, nicht Professoren, sondern Studenten. Während die Professoren ein Zwangspublikum hatten, schrieben ihre Schüler aus einem Grund: um Prestige zu bekommen. Somit kann es nicht dumm sein, das Projekt Wikipedia so kräftig zu ehren wie möglich. Mit einem Platz auf der Unesco-Liste."

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