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Schumann, Harald


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Zeit Online - Deutschland | 14.12.2015

Berlin ist Le Pens bester Wahlkampfhelfer

Die auf Exportüberschüssen basierende deutsche Wirtschaftspolitik sowie die Forderung Berlins an die anderen Eurostaaten, diesem Beispiel zu folgen, sind Ursachen für den Wahlerfolg des rechtsradikalen Front National, meint das liberale Onlineportal Zeit Online: "Genau das ... ist die beste Wahlkampfhilfe für Marine Le Pen und ihre Gesinnungsgenossen. Denn das verordnete Rezept kann gar nicht funktionieren, wenn es in allen Eurostaaten gleichzeitig angewandt wird. Schließlich können unmöglich alle zur selben Zeit Exportüberschüsse erzielen. So verschärft die auf ganz Euroland ausgedehnte deutsche Wirtschaftspolitik nur die chronische Nachfrageschwäche und damit Arbeitslosigkeit und die Angst vor dem sozialen Abstieg, die den Rechtspopulisten die Wähler zutreibt. ... Wer selbst einen dumpfen Wirtschaftsnationalismus auf Kosten anderer betreibt, sollte sich nicht wundern, wenn diese mit Nationalismus antworten."

Der Tagesspiegel - Deutschland | 16.03.2015

Eurogruppe fürchtet linke Regierungen

Beim Ringen zwischen der Athener Regierung und den anderen Eurostaaten geht es gar nicht primär ums Geld, meint der liberal-konservative Tagesspiegel: "Die Verwalter der Euro-Krise fürchten den Erfolg einer linken Regierung offenkundig mehr als die milliardenschweren Verluste auf ihre Kredite, die das Scheitern der Regierung Tsipras ihnen zwangsläufig bescheren wird. Schließlich könnte das Beispiel Schule machen. ... Doch wenn die Reformverweigerer in Berlin und Brüssel tatsächlich die Rebellen in Athen ihrem alten, längst gescheiterten Programm unterwerfen, dann erzeugen sie ein Risiko, das weit gefährlicher ist, als es Syriza und vergleichbare Parteien jemals sein könnten. Denn der Sieg über die Widerständler wird europaweit ein verheerendes Signal aussenden: Entweder die wirtschaftlich schwächeren Länder kriechen bei den Deutschen und ihren Agenten in Brüssel zu Kreuze. Oder aber diese treiben sie in den wirtschaftlichen Niedergang. Das aber ist die beste Wahlkampfhilfe, die sich Marine Le Pen, ihr Front National und mit ihnen alle Anti-Europäer jemals wünschen könnten."

Der Tagesspiegel - Deutschland | 05.10.2011

Rettungsschirm schützt nur die Anleger

Aus Zorn darüber, wie die Politiker in der europäischen Schuldenkrise gehandelt haben, ist der Journalist Harald Schumann selbst Spekulant geworden. Er kaufte im Juli für 18.790 Euro griechische Staatsanleihen und verkaufte sie nur einen Monat später mit einem Reingewinn von 784 Euro. Indem die Insolvenz Griechenlands vertagt wurde, hat die Finanzbranche ihre Interessen durchgesetzt, meint Schumann im liberal-konservativen Tagesspiegel: "Alle Fachleute, die nicht der Finanzwirtschaft verbunden sind, plädierten daher unabhängig von ihrem politischen Standpunkt schon im Frühjahr 2010 für einen schnellen Schuldenerlass. ... Doch dagegen stand die Macht der Finanzbranche. Deren ideeller Gesamtlobbyist Josef Ackermann ... warnte, es sei 'unvorstellbar, das Land fallen zu lassen' und es gelte 'kleinere Brände zu löschen, bevor größere entstehen'. Dahinter stand nur, dass die Kunden der Deutschen Bank, in den Vorjahren einer der Partner des griechischen Finanzministeriums beim Verkauf von Anleihen, keine Verluste erleiden sollten. ... In bewusster Irreführung der Öffentlichkeit wird dies bis heute als 'Rettung' der Griechen (und Iren und Portugiesen) bezeichnet, obwohl doch in Wahrheit einzig jene vor Schaden bewahrt werden, die einfach nur schlecht investiert haben."

Der Tagesspiegel - Deutschland | 19.05.2010

Reformen machen Europa krisensicher

Die beschlossenen EU-Reformen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Europa aus der Wirtschaftskrise zu führen, meint der linksliberale Tagesspiegel: "Selbst wenn Europas Finanzwirtschaft dabei Marktanteile verlieren würde, wäre das kein Schaden. Im Gegenteil: Wenn die EU jetzt voranginge, würde sie ein Signal setzen, dass es ihr mit der Bändigung der Finanzmärkte ernst ist. Befreit vom Zwang zur ohnehin nicht erreichbaren globalen Vereinheitlichung könnten die EU-Staatenlenker so auch all die anderen nötigen Finanzreformen angehen, von der Begrenzung der Kredithebel bis hin zum Verbot des Handels mit ungedeckten Kreditausfallwechseln, der ohne jeden volkswirtschaftlichen Nutzen nur zusätzliche Risiken schafft. Ja, das würde die Gewinne der Finanzindustrie in der EU erheblich mindern und Banking würde wieder zu dem langweiligen Geschäft, das es einst war, als es nur darum ging, Ersparnisse in Kredite zu verwandeln. Aber zugleich würde Europa ein krisenfestes Finanzsystem gewinnen, mit dem die übrige Wirtschaft wieder prosperieren kann."

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