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Schindler, Felix

Redakteur Inland Tages-Anzeiger Schweiz


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tages-Anzeiger - Schweiz | 16.10.2015

Holocaust nicht wichtiger als Armenier-Genozid

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat entschieden, dass die Leugnung des Völkermords an den Armeniern nicht einem Aufruf zu Fremdenhass entspricht und deswegen nicht unter Strafe stehen darf. Die Richter stellen mit dieser Entscheidung schwierige Vergleiche an, beklagt der linksliberale Tages-Anzeiger: "Problematisch ist weniger, dass nun ein Leugner des Armeniergenozids straffrei ­davonkommt. ... Viel bedenklicher ist es, dass der EGMR eine Gewichtung zwischen Völkermorden vornimmt. Wer den Holocaust leugne, rufe damit automatisch zu Rassenhass auf, sagen die Strassburger Richter. Wer aber den Genozid an den Armeniern leugne, habe nicht zwingend die Absicht, Hass zu säen. Diese Unterscheidung ist nicht nachvollziehbar. Ob sich Armenier und Türken je aussöhnen werden, ist fraglich. Das Urteil des EGMR hat die Position der Minderheit geschwächt und damit nicht zur Vermittlung beigetragen."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 24.09.2013

Angst der Tessiner vor der Burka ernst nehmen

Nach einem Volksentscheid am Wochenende will das Tessin ein Verbot von Ganzkörperschleiern einführen; 65,4 Prozent der Wähler in dem Schweizer Kanton sprachen sich dafür aus. Mögen die Ängste der Bürger auch unbegründet sein, man muss sie unbedingt ernst nehmen, fordert der liberale Tages-Anzeiger: "Haben sich die Tessiner von Populisten verführen lassen? Dieser Vorwurf greift zu kurz. Auch wenn die Probleme mit Burkas in der Schweiz Scheinprobleme sind, das Unbehagen der Schweizer gegenüber extremem Islamismus ist echt. Ängste sind weder richtig noch falsch, sie gehören zum Menschen. Man kann niemandem verübeln, wenn er sich in Gegenwart einer vermummten Person unwohl fühlt - man kann es nur respektieren und versuchen, diese Ängste abzubauen. Die Linke hat dieses Feld zu lange der [nationalkonservativen] SVP überlassen und täte gut daran, nun selbst Grundsätze des Zusammenlebens zu definieren und einzufordern. Und die Bürgerlichen müssen sich eingestehen, dass wir in der Integration noch viel nachzuholen haben."

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