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Sauter, Dieter

Türkei-Korrespondent für die schweizerische Wochenzeitung WOZ


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


WOZ - Die Wochenzeitung - Schweiz | 18.07.2013

Türkische Demokratie wächst von unten

Anti-Terror-Einheiten der türkischen Polizei haben am Dienstag die Wohnungen mehrerer Mitglieder des regierungskritischen Protestbündnisses Taksim-Solidarität durchsucht und Dutzende Menschen verhaftet. Premier Recep Tayyip Erdoğan greift immer härter durch, weil die Protestbewegung immer solider wird, kommentiert die linke Wochenzeitung WOZ: "Die AKP droht abzurutschen in das grosse Becken, in dem all die anderen abgehalfterten Parteien der Türkei rudern, deren Unglaubwürdigkeit einst den Aufstieg der AKP erst ermöglichte. Gleichzeitig beginnt sich die neue BürgerInnenbewegung zu organisieren. Mehrmals in der Woche finden etwa in fünfzig verschiedenen Istanbuler Stadtteilen abends unter freiem Himmel Versammlungen der Taksim-Solidarität statt. ... Sieben Ausgaben einer Internetzeitung der Taksim-Solidarität sind bisher erschienen. Überall entstehen Karikaturen, Aufkleber, Bildergeschichten und Slogans, alle bunt, lustig oder ironisch - eine Form der politischen Auseinandersetzung, die es am Bosporus noch nie gegeben hat."

WOZ - Die Wochenzeitung - Schweiz | 09.06.2011

Autoritäres Parteiensystem

Mit Blick auf die Parlamentswahlen in der Türkei am kommenden Sonntag kritisiert die linke Wochenzeitung WOZ die autoritären Strukturen des Parteiensystems: "Schon gemäss Parteiengesetz, das die Militärs nach ihrem Putsch 1980 erliessen, gilt der Vorsitzende innerhalb seiner Partei als absoluter Herrscher. ... Die ParlamentarierInnen sind entsprechend wenig loyal. In den zwei Legislaturperioden seit 2002 haben jedes Mal knapp dreissig Abgeordnete die Partei gewechselt, und manche nicht nur einmal. ... Kein Wunder, dass sich in diesem System keine Partei zu so etwas wie einer Institution entwickeln konnte, wie es in westlichen Demokratien der Fall ist. Es sind eher Vereine der Vorsitzenden. Die Konsequenz: Bisher haben sich alle grossen Parteien der Türkei mit dem Ausscheiden ihres Führers gespalten oder aufgelöst. ... Eine Reform des Parteiengesetzes ist nicht in Sicht, denn die grössten Profiteure der geltenden autoritären Regeln sind die herrschenden Parteichefs selbst. Doch über Demokratie wurde in diesem Wahlkampf sowieso kaum gesprochen."

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