Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Rumenov, Kalin


RSS Die Texte von "Rumenov, Kalin" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Novinar - Bulgarien | 06.01.2016

Merkel trägt Schuld an Angriffen

Als Folge einer zu liberalen deutschen Flüchtlingspolitik sieht die Tageszeitung Novinar die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht: "Keine Frau hat es verdient, zum Jagdopfer von Afrikanern und Arabern zu werden. Aber war es nicht eine Frau, die die Jagdsaison eröffnet hat? Merkel ist zum Symbol der liberalen Naivität geworden. Sie versteht nicht, dass das 'Flüchtlinge-Willkommen'-Lied böse endet. … Nun sei es wichtig, dass wir nicht gegen die Flüchtlinge hetzen, dass wir unsere Worte genau abwägen und dass wir die afrikanischen und arabischen Menschen, die nach einem besseren Leben suchen, nicht beleidigen. Wenn das wirklich so ist, dann sollten wir unseren Frauen Blumen kaufen, vor ihnen auf die Knie fallen und sagen: 'Es tut uns leid, dass ihr in diesen schlimmen Zeiten mit solchen Männern in Europa zusammenleben müsst.' Wenn unsere Frauen aber das Herz auf dem rechten Fleck haben, werden sie uns das niemals verzeihen, solange wir nicht Ordnung schaffen in unseren Ländern."

Novinar - Bulgarien | 21.05.2014

Bulgaren würden Kommunismus wählen

Im Zuge ihrer Europawahl-Kampagnen nutzen Bulgariens Politiker die nostalgischen Gefühle vieler Bulgaren für den Kommunismus, analysiert die Tageszeitung Novinar und weiß warum: "Einer der Wahlslogans verspricht Arbeitsplätze durch Reindustrialisierung. … Ein anderer Slogan hat den Begriff der 'Brüderlichkeit' [zwischen den kommunistischen Völkern] durch 'Geld europäischer Steuerzahler' ausgetauscht, um den Leuten wieder beizubringen, dass sie jemandem verpflichtet und dankbar sein müssen, weil er sein Brot mit ihnen teilt, damit auch sie etwas zu essen haben. ... Wahrscheinlich gibt es eine geheime Studie, die belegt, dass wir Todor Schiwkow [Staatschef Bulgariens 1954 bis 1989] aus lauter Nostalgie jederzeit wiederwählen würden. Und wir tun es auch jedes Mal, wenn auch unbewusst, indem wir uns stets Dinge versprechen, die wir einmal hatten und die uns offenbar allen schrecklich fehlen."

Novinar - Bulgarien | 09.05.2012

Nur Klagen helfen gegen Roma-Diskriminierung

Ein bulgarischer Student hat Sofias Nahverkehrsbetriebe wegen Diskriminierung angezeigt. Er wirft ihnen vor, dass sie Roma systematisch schwarz fahren lassen, während alle anderen eine Strafe zahlen müssen. Die Tageszeitung Novinar vergleicht den Studenten Plamen Ivanov mit der US-amerikanischen Bürgerrechtlerin Rosa Parks: "Ihre schwarzen Brüder und Schwestern boykottierten Bus und Bahn und gingen so lange zu Fuß, bis sie am Ziel der Gleichberechtigung angekommen waren. Zu so etwas sind wir nicht in der Lage, da brauchen wir uns nichts vorzumachen. Wir könnten aber den Staat solange mit Klagen überfluten, bis die Hautfarbe kein Merkmal mehr ist, das die Schuld mindert beziehungsweise sie verhindert. ... Bulgariens Rosa ist die wohl zivilisierteste Antwort auf die Frage, was wir mit den Roma machen und wie wir sie integrieren sollten. Die Formel 'Gleiche Rechte, gleiche Pflichten' kennen wir schon in der Theorie. Was wir brauchen, ist ein neuer Lösungsweg für die Praxis. Den müssen wir beharrlich zu Ende gehen. Und wenn wir am Ziel sind, dürfen wir nicht vergessen, dem Wegbereiter Plamen Ivanov unseren Dank auszusprechen. Bravo, Junge, das hast du gut gemacht!"

Novinar - Bulgarien | 01.02.2012

Acta kommt viel zu spät

Weltweit protestieren derzeit zehntausende Menschen gegen das umstrittene Handelsabkommen gegen Internetpiraterie Acta, an dem sich seit dem 26. Januar 22 EU-Mitgliedstaaten beteiligen. Die Protestierenden sehen darin einen Angriff auf die Internetfreiheit. In Wirklichkeit wollen sie aber nur weiterhin ungestraft geschützte Inhalte aus dem Internet klauen, meint die Tageszeitung Novinar: "Die Tatsache, dass Autorenrechte im Internet zur Zeit mit Füßen getreten werden ist nicht eine Errungenschaft der Internetfreiheit, sondern einer ihrer Defekte. Waren wir bisher insgeheim dankbar für die Zeiten ungestrafter Piraterie, so haben wir doch nie ernsthaft geglaubt, dass es ewig so weiter gehen kann. Eigentlich müssten wir sogar zugeben, dass Acta etwas zu spät kommt. Und selbst wenn der Teufel auch hier im Detail steckt, ist doch der Grundgedanke unumstößlich. Mit anderen Worten: Man kann sich darüber streiten, was Diebstahl ist, aber nicht darüber, dass Diebstahl verboten ist."

Novinar - Bulgarien | 21.09.2011

Kalin Rumenov will ohne Roma besser leben

Ohne soziale Belastungen durch Roma könnten die Bulgaren endlich von ihren eigenen Renten leben, meint der Kolumnist Kalin Rumenov in der Tageszeitung Novinar und erinnert anlässlich des bulgarischen Unabhängigkeitstags am heutigen Donnerstag an den Vorschlag des rechtsextremen slowakischen Politikers Ján Slota, den Roma einen eigenen Staat zu geben: "Im Prinzip wäre das wie der Auszug eines volljährigen Kindes aus dem Elternhaus. Es besitzt von nun an alle Bürgerrechte und ist groß genug, um sein Leben allein zu meistern. Bleibst du aber als Erwachsener ohne Job oder Ausbildung zu Hause auf Kosten deiner Eltern, wirst du zum Kippers [Kids In Parents' Pockets Eroding Retirement Savings]. So nennen die Briten eine ganze Generation junger Erwachsener - Kinder, die ihren Eltern auf der Tasche liegen und ihre Altersvorsorge aufbrauchen. ... Wir Osteuropäer nennen sie einfach Zigeuner. Wir haben viel Geld für sie ausgegeben und im Gegenzug lediglich schlechte Aussichten für unsere Rente bekommen. Da wir aber alle einmal alt werden, wäre es gut, etwas Erspartes auf die Seite zu legen. Das wird aber nicht gehen, solange zu viele am Mittagstisch sitzen."

» Autorenindex


Weitere Inhalte