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Ponoš, Tihomir


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Novi list - Kroatien | 17.07.2015

Tihomir Ponoš über die positive Rolle des Misstrauens in Verhandlungen

Misstrauen kann bei wichtigen Verhandlungen wesentlich zum Erfolg beitragen, folgert der Journalist Tihomir Ponoš in der linksliberalen Tageszeitung Novi List nach der Unterzeichnung des Atomabkommens mit dem Iran: "Die Verhandlungen waren laut Barack Obama auch deshalb erfolgreich, weil die sich gegenüber stehenden Seiten kein Vertrauen ineinander haben. In einer kurzen Ansprache an das Volk betonte Obama, dass der Vertrag nicht auf Vertrauen, sondern auf Kontrollen setzt und es verantwortungslos wäre, ihn abzulehnen. Das Misstrauen, was im Falle Griechenlands als Bremse gesehen wurde, als Schimpfwort, welches die Verhandlungen zum Stillstand hätte bringen können, war in diesem Fall Ansporn und Garant der Einhaltung des Vereinbarten. ... Wer weiß, wären die Verhandlungen mit Griechenland mit einer gehörigen Prise Misstrauen gestartet, die uns zur Aktivität und Kontrolle antreibt, würde sich vielleicht heute keiner Sorgen über die Glaubwürdigkeit der griechischen Regierung machen."

Novi list - Kroatien | 18.07.2014

Deutsche WM-Sieg wird zu Unrecht überhöht

Über die weltweit mit Fleiß betriebene Ursachenforschung zum vermeintlichen Geheimnis hinter dem deutschen WM-Titel ärgert sich die linksliberale Tageszeitung Novi List: "Dass die deutsche Nationalmannschaft einfach den Titel des Weltmeisters gewonnen hat, reicht nicht. Im Falle Deutschlands muss gleich mehr dahinter stecken. Es muss etwas sein, das nicht auf den ersten Blick existiert, doch das es ihnen ermöglicht hat, Erster zu werden. Dass sie einfach nur die beste Mannschaft haben, ist offenbar keine befriedigende Antwort. Nein, die Deutschen müssen die Über-Wirtschaft, das Über-System, die Über-Mentalität und die Über-Organisation haben - und erst all das hat den Fußballtitel zur Folge. Die Argentinier hingegen brauchen keine dieser Über-Kategorien, wenn sie den Titel erringen. Bei ihnen reicht ein Maradona (oder dieses Mal eben ein Messi)."

Novi list - Kroatien | 06.06.2014

Gay-Pride verstecken ist scheinheilig

In der kroatischen Stadt Split findet am Samstag eine Gay-Pride-Parade statt. Kurz vorher hat nun die konservative HDZ als größte Oppositionspartei vorgeschlagen, die Demo in eine Halle zu verlegen, um die Kosten für den Polizeieinsatz einzusparen und das Geld stattdessen den Opfern der Hochwasser-Katastrophe zu Gute kommen zu lassen. Was für ein scheinheiliger Vorstoß, schimpft die linksliberale Tageszeitung Novi List: "Einen Appell sollte man nicht an die Schwulen und Lesben richten, sondern an die, die für die hohen Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich sind: die Gewalttäter. Anstatt sie dazu aufzurufen, zu Hause zu bleiben und somit der geliebten Heimat Kosten zu ersparen, hat die HDZ nun von den Organisatoren gefordert, die Demo in eine Halle zu verlagern. ... Damit soll nicht nur Geld gespart werden, sondern gleichzeitig auch verhindert werden, dass die Öffentlichkeit von dieser Demo Notiz nimmt. In diesem demagogisch-sentimentalen Anfall inszenierter Humanität hat die HDZ ganz vergessen, dass das Versammlungsrecht auch in Kroatien ein Grundrecht ist."

Novi list - Kroatien | 08.11.2013

Tihomir Ponoš sieht den Volksentscheid als Gefahr für die Demokratie

Kroatien wird am 1. Dezember in einem Referendum darüber abstimmen, ob die Ehe in der Verfassung als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert werden soll. Der Kolumnist der linksliberalen Tageszeitung Novi List, Tihomir Ponoš, warnt vor dem pseudo-demokratischen Instrument Volksentscheid: "Volksentscheide schaffen den Kompromiss, als entscheidende Vorbedingung eines liberal-demokratischen Systems, ab. Beim Referendum gibt es einfach keinen Kompromiss - einer ist der absolute Sieger, einer der absolute Verlierer. Mit Volksentscheiden muss man vorsichtig sein, weil sie in den gesellschaftlichen und politischen Raum oft mehr Emotionen hineintragen, als dieser Raum ertragen kann, da man nur mit 'Dafür' oder 'Dagegen' antworten kann. Beim Volksentscheid wird immer das Volk als höchste Instanz und Souverän angeführt, was mit der Verfassung begründet wird. Vergessen wird dabei, dass es im liberal-demokratischen System keinen grenzenlosen Souverän gibt und selbst die Verfassung der gemeinschaftliche Ausdruck der Beschränkung der Souveränität des Souveräns ist. Das bedeutet, dass das Volk nicht alles machen kann, was es will."

Novi list - Kroatien | 26.07.2013

Kroatiens säumige Unternehmer am Pranger

Das kroatische Finanzministerium hat 2012 eine Liste mit allen Steuerschuldnern des Landes veröffentlicht. Diese zahlten plötzlich Steuerschulden in Milliardenhöhe, um von der Liste zu verschwinden. Nun soll eine Liste der Unternehmen folgen, die Gehälter und Sozialabgaben nicht gezahlt haben, lobt die linksliberale Tageszeitung Novi List: "Öffentliche Schande scheint ein effektives Mittel zu sein, um Menschen zu bewegen, die Steuergesetze ihres Landes zu befolgen. ... Ziel dieser Maßnahme ist es, die Finanzdisziplin zu stärken, um wirtschaftlichen Fortschritt und sozialen Wohlstand der Bürger zu sichern. Das kann nur verwirklicht werden, wenn Gehälter ordentlich ausgezahlt werden. Aber gestärkt werden sollen damit auch Rechtsstaatlichkeit und öffentliche Moral. ... Diese Maßnahme wird sicherlich genauso effektiv sein wie die Veröffentlichung der Steuerschuldner. Das macht klar, warum Slavko Linić wahrscheinlich der einzige Finanzminister der Welt ist, der der populärste Politiker seines Landes ist."

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