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Perišić, Vuk


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tportal - Kroatien | 03.06.2015

Kroatiens Faschismus aufarbeiten

70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist in Kroatien eine Debatte um die historische Rolle der Partisanen und der faschistischen Ustascha entbrannt. Kroatien braucht diese Debatte unbedingt, meint das liberale Onlineportal tportal.hr: "Erst nach der völligen Liquidierung des Ustascha-Faschismus, seiner Symbole und all seiner Spuren - durch eine systematische Aufklärung und erbarmungslose strafrechtliche Verfolgung nach dem Vorbild des modernen demokratischen Deutschland - wird es möglich sein, in Ruhe über das Verhältnis von Staat und Märkten sowie Arbeit und Kapital zu reden. Erst dann wird Kroatien die Vorbedingungen für seinen wirtschaftlichen Fortschritt geschaffen haben, weil es erst dann zu einer normalen, demokratischen und zivilisierten Gesellschaft gereift ist."

tportal.hr - Kroatien | 31.12.2014

Kroaten wählen zwischen Pest und Cholera

Bei der Präsidentschaftswahl in Kroatien am Sonntag hat keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht. Am 11. Januar entscheidet eine Stichwahl zwischen dem jetzigen sozialdemokratischen Präsidenten Ivo Josipović und seiner Herausforderin Kolinda Graber-Kitarović von der nationalistisch-konservativen HDZ. Eine Wahl zwischen Pest und Cholera, bedauert das liberale Webportal tportal.hr: "Gewinnt Ivo Josipović, so gewinnt die inhaltsleere, anständige Stabilität. Das ist immer noch ein bedeutender zivilisatorischer Schritt. Besser geht es zur Zeit nicht (und das ist tragisch). Gewinnt Kolinda Graber-Kitarović und in einem Jahr [bei der Parlamentswahl] dann die ganze HDZ, gewinnt eine verbrauchte (ebenso inhaltsleere) nationalistische Hysterie und das ist mehr als tragisch. ... Ohnehin gibt es in Kroatien keinen wirklichen Parteien-Pluralismus, oder er reduziert sich auf den Unterschied zwischen Heuchelei und Euphorie, Anstand und Geschmacklosigkeit, menschlicher und autoritär formulierter Inhaltslosigkeit."

Tportal - Kroatien | 10.02.2014

Auf Nationalismen kann kein Staat aufbauen

Die Unruhen in den bosnischen Städten kommen für das liberale Webportal tportal.hr nicht überraschend. Denn Staaten, die der Zugehörigkeit zu Ethnien eine größere Bedeutung beimessen als den staatsbürgerlichen Rechten und Pflichten, brächen zwangsläufig zusammen: "Wie auch all seine Nachbarn ist Bosnien-Herzegowina kein Staat. Denn ein Gebilde, das auf nationalen Prinzipien beruht anstatt auf der Souveränität des Bürgers, den Menschenrechten und der Freiheit, kann kein Staat sein. ... Die Gesellschaft steckt in einer Parallelwelt nationaler Fiktionen fest, in der es wichtiger geworden ist, Bosniake, Kroate oder Serbe zu sein, als ein menschliches Wesen und ein Bürger mit einer individuellen Identität. Die Grenzen und die Souveränität von Staaten, Ethnien und Bezirksregierungen sind wichtiger geworden als das Leben selbst. ... Das zwangsläufige Ergebnis dieser Entwicklung ist die ökonomische, politische, kulturelle - einfach allumfassende - Implosion."

Tportal - Kroatien | 12.08.2013

Gefährlicher und überflüssiger Streit

Der Streit um Gibraltar ist überflüssig und gefährlich, mahnt das liberale Webportal tportal.hr: "Es fällt nicht leicht, sich düsteren Assoziationen zu entziehen. Jedes Mal, wenn jemand behauptete, dass irgendein Gebiet 'uns gehört', entstand ein größeres oder kleineres oder ganz großes Übel, seien es Danzig, Triest, Knin, Kosovo, die Golan-Höhen, Kaschmir oder die Falkland-Inseln. Grenzen zu ändern, Staaten zu stürzen und neue Staaten aufzubauen ist lebensgefährlich. Nicht die Territorien sind wichtig, sondern die Menschen, die Bürger, deren Leben, Schicksal und Rechte ein territorialer Streit unter keinen Umständen gefährden darf. ... Einem vernünftigen Bürger sollte es egal sein, in welchem Land er lebt - unter der Bedingung, dass es demokratisch ist, die Menschenrechte schützt, eine vernünftige Wirtschaftspolitik betreibt und vom Bürger nicht erwartet, dass er in das Land verliebt ist."

Tportal - Kroatien | 15.07.2013

Vuk Perišić fordert mehr Kapitalismus in Kroatien

Fünf Jahre nach Beginn der Wirtschaftskrise machen viele Kroaten den Kapitalismus für diese verantwortlich und fühlen sich dem freien Markt schutzlos ausgeliefert. Das ist falsch, betont Vuk Perišić auf dem liberalen Webportal t-portal: "Privates Unternehmertum und freie Märkte sind in Kroatien Ausnahmen an den Rändern der Gesellschaft. Diese Überbleibsel vernichtet der Staat systematisch mit allen fiskalischen und administrativen Mitteln. ... Der Kapitalismus ist kein Wert für sich. Im Gegenteil, er ist ein rohes System, das auf anhaltender Ungewissheit gründet. Aber gerade in dieser Ungewissheit verbirgt sich seine Qualität. Alle Systeme, die Sicherheit und Gewissheit versprachen, haben ihre Anhänger nur in den sicheren und gewissen Untergang geführt. ... Während Nationalismus und Sozialismus Illusionen boten, bietet der Kapitalismus Möglichkeiten. Im Kapitalismus ist der Erfolg nicht garantiert, aber möglich. Vielleicht ist diese Ungewissheit unerträglich und ungerecht, aber das Leben selbst ist nicht wesentlich anders."

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