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Pavić, Snježana


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Jutarnji list - Kroatien | 11.01.2016

Frau Merkel, Sie schaffen das!

Angela Merkel darf jetzt nicht aufgeben, drängt die liberale Tageszeitung Jutarnji list: "Der Angriff in Köln bedeutet das Ende der Politik des Rumeierns, mit der Merkel die anderen Mitgliedstaaten in der Flüchtlingskrise gerettet hat. Frankreich ist angesichts der Präsidentschaftswahl 2017 vor Angst erstarrt. Mit den Briten rechnet niemand mehr ernsthaft. Im Osten wächst von der Adria bis zum Baltikum die neokonservative Antimigranten-Koalition. Tschechien, die Slowakei, Estland - niemand will Flüchtlinge. Außerdem ist da noch das neue Bündnis Orbán und Kaczyński. Und nun schließen auch noch Schweden, Dänemark und Norwegen, die immer ein großes Bewusstsein für Menschenrechte und Solidarität gezeigt haben, ihre Grenzen für die Kriegsleidenden aus Nahost. Die deutsche Kanzlerin hat 2015 gut gespielt. Und 2016? Frau Merkel, Sie schaffen das!"

Jutarnji list - Kroatien | 30.09.2015

VW steht weiterhin für deutsche Qualität

Der deutsche Autohersteller Volkswagen wird auch nach dem Abgasskandal weiter ein Synonym für Qualität bleiben, ist sich die liberale Tageszeitung Jutarnji List sicher: "Ja, die Deutschen haben gelogen und das ist unerhört. Reuters zufolge ist das aber durchaus üblich in der Autoindustrie. ... Erinnern Sie sich, wie hoch der Verbrauch Ihres Autos angeblich sein soll, und wieviel es tatsächlich verbraucht? Das Image von Volkswagen wird auch diese Affäre überleben. Und falls es nicht so sein sollte, falls die empfindlichen Märkte der USA und Westeuropas für Dieselmotoren von Audi und Golf geschlossen werden sollten, dann liebe Wolfsburger, schickt sie zu uns! Deutsche Qualität bleibt deutsche Qualität, Golf bleibt Golf. In Kroatien und Umgebung sind diese Autos hoch angesehen. ... Abgase können einer solch tief verwurzelten Legende nichts anhaben."

Jutarnji list - Kroatien | 11.11.2014

Snježana Pavić über die Verschiebung der Berliner Mauer

Die vor 25 Jahren gefallene Berliner Mauer ist nicht verschwunden, sondern wurde vielmehr an die Außengrenze der EU verschoben, mahnt die Kolumnistin Snježana Pavić in der liberalen Tageszeitung Jutarnji List: "Feuerwerk, Champagner und Luftballons können nicht verbergen, dass die Wirklichkeit, die in den letzten 25 Jahren entstanden ist, ganz anders ist, als die Hoffnungen der jungen Menschen am Brandenburger Tor im November 1989. Das Ende der bipolaren Welt sollte der Aufbruch in eine menschlichere Zukunft werden. ... Tatsächlich sind beide Welten, Ost und West, zusammengebrochen. Die eine so drastisch, dass nach zwei Jahren keine Spuren von ihr übrig geblieben sind. Die andere verschwand allmählich und liegt heute in den letzten Atemzügen ihrer einst ruhmreichen Blüte. Guantánamo und Snowden haben die Geschichte von Freiheit und Menschenrechten umgekehrt. Das 'Freie Europa' gleicht immer mehr dem Weltbild eines Katastrophen-Films aus Hollywood, in dem die Überlebenden ihre übrig gebliebenen zivilisatorischen Ressourcen mit Schüssen auf die hoffnungslos ausgehungerte Masse auf der anderen Seite der Mauer verteidigen. Diese Mauer verläuft nicht mehr durch das Zentrum von Berlin, sondern entlang der Grenze von Spanien, Italien, Bulgarien Griechenland, Kroatien."

Jutarnji list - Kroatien | 30.09.2014

Gay-Pride kein Zeichen für Toleranz in Serbien

Am Sonntag hat in Belgrad zum ersten Mal seit vier Jahren eine Parade Homosexueller stattgefunden, nachdem es beim letzten Mal vor vier Jahren zu gewaltsamen Übergriffen auf die Teilnehmer und Ausschreitungen gekommen war. Kein Zeichen gesellschaftlicher Toleranz, sondern der grenzenlosen Macht des Premiers Aleksandar Vučić, kritisiert die liberale Tageszeitung Jutarnji List: "Es war allein Vučić, der entschieden hat, dass dieses Mal die Parade stattfinden darf, weil er demonstrieren wollte, dass in Serbien die Rechte aller geachtet werden. Die homophoben Hooligans blieben zu Hause, gepanzerte Polizeifahrzeuge blockierten die Belgrader Innenstadt und vor den Kameras zogen Menschen mit Regenbogen-Fahnen unterstützt von Botschaftern und EU-Parlamentariern vorbei. Danach bedankte sich Vučić bei Polizei und Hooligans, dass sie diesmal von Prügeleien und Randale abgesehen haben. Sein Dank galt auch der Mehrheit der Serben, dass sie am Sonntag die Straßen Belgrads gemieden haben. Vom Dank Gewalttätern gegenüber, dass sie sich zurückhalten, bis zu einer toleranten Gesellschaft ist es aber noch ein langer Weg."

Jutarnji list - Kroatien | 28.11.2013

Kriegsverbrechertribunal war stets machtlos

Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien mit Sitz in Den Haag hat am Mittwoch in Sarajevo sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Eine Trauerfeier, meint die liberale Tageszeitung Jutarnji List, denn das einst gefürchtete Tribunal will längst nicht mehr Kriegsverbrechen sühnen: "Heute scheint das Gericht plötzlich Verbrechen und Opfer mit anderen Augen zu sehen. Wie soll man sonst die jüngsten Freisprüche für Armeeführer sowie Polizei- und Geheimdienstler verstehen, die immerhin Befehlsverantwortung hatten? ... Aber wie hätte es auch anders kommen können? Den Haag war nie ermächtigt, über Staaten zu richten - weder über ihre Kriegshetze, noch über ihre geplanten Gewalttaten. Deshalb sieht sich das Gericht am Ende des Tages mit der Wut enttäuschter Opfer und Gerechtigkeits-Kämpfer konfrontiert, die mehr von ihm erwartet hatten, als irgendeine Institution zu tun vermocht hätte: Übel wiedergutzumachen und Gerechtigkeit herzustellen."

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