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Miączyński, Piotr


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 23.12.2015

Wenigstens Heiligabend den Kapitalismus bändigen

Nur drei Lebensmittelketten haben sich in Polen dem Appell der Gewerkschaften angeschlossen, ihre Geschäfte an Heiligabend nur bis 14 Uhr zu öffnen. Der 24. Dezember ist dort ein normaler Arbeitstag, die Geschäfte haben bis 21 oder 22 Uhr geöffnet. Eine flächendeckende Verkürzung der Öffnungszeiten fordert die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Wir haben uns in unserem Kapitalismus, den wir in den vergangenen 25 Jahren entwickelt haben, daran gewöhnt, dass längere Öffnungszeiten ein unverzichtbarer Teil unserer freien Marktwirtschaft sind. Doch was würden wir denn als Konsumenten verlieren, wenn an diesem Tag die Geschäfte nicht mehr so lang offen wären - beispielsweise nur bis 14 Uhr? Überhaupt nichts. Höchstens könnten einige Leute keine Eier mehr kaufen, die ihnen noch fehlen, oder irgendetwas anderes, was man dann eigentlich sowieso nicht braucht. Im Übrigen kann man in einem solchen Fall auch die Nachbarn fragen."

Gazeta Wyborcza - Polen | 22.08.2008

Kritik an polnischer Post

Am kommenden Montag verliert die polnische Post ihr Monopol bei der Briefzustellung. Der Journalist Piotr Miączyński rechnet in der linksliberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza mit dem Staatsunternehmen ab. "Die Post bereitet sich auf die Konkurrenz auf ihre Art und Weise vor. Als Erstes beantragt sie einige hundert Millionen Zuschüsse aus dem Staatshaushalt. Dann will sie nächstes Jahr die Preise für ihre Dienstleistungen verdoppeln. ... Die Post ist ein riesiges Paradox. Sie beschäftigt über 100.000 Mitarbeiter, also nur etwas weniger als die polnische Armee. Trotzdem bilden sich vor den Schaltern in den Postämtern gigantische Schlangen, und die Überbeschäftigung hat zur Folge, dass die Dienstleistungen zu den teuersten in Europa gehören. ... Die Entlassung von uneffektiven und überflüssigen Mitarbeitern ist unmöglich. Die Änderungen werden nämlich von über 40 Gewerkschaften blockiert. Ich überlege, wozu wir Kunden solch eine Post brauchen? Denn wozu die Post für die Postangestellten gut ist, weiß ich schon. Um sich Gehälter auszahlen zu lassen. Denn diese kommen im Gegensatz zu Briefen immer rechtzeitig an."

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