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Ludvigsson, Maria

Columnist Svenska Dagbladet, Sweden


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Svenska Dagbladet - Schweden | 15.01.2016

Kriminelle in Schweden nicht länger verhätscheln

Die Diskussion über sexuelle Übergriffe von Migranten auf Frauen auch in Schweden muss das Land dazu nutzen, die eigene Haltung gegenüber den Tätern zu hinterfragen, meint die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: "Werte und Moral sind nicht sonderlich 'in'. Niemand will andere vom hohen Ross aus 'verurteilen'. Dies in Kombination mit einem verwirrenden Kulturrelativismus verursacht einen freien Fall, wenn die Wirklichkeit in Form von Silvesterabenden und Volksfesten hereinbricht und die schwierigen Fragen aufwirft. ... Die aktuelle Debatte zeigt die unerfreulichen Züge schwedischer Kultur:  nämlich unseren Unwillen, Verantwortung einzufordern und zu betonen, dass Handlungen Konsequenzen haben. Einen Verbrecher sieht man lieber als Opfer seiner eigenen Vergangenheit denn als Schuldigen und Verantwortlichen seiner Entscheidungen. ... Wir haben Werte, auf die wir sehr stolz sein können - und wir brauchen mehr Rückgrat, um für diese Werte einzustehen."

Svenska Dagbladet - Schweden | 19.11.2012

Staat darf SAS nicht künstlich beatmen

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat am Sonntag erste Schritte in eine mögliche Insolvenz eingeleitet und zugleich mit Gewerkschaften über einen Krisenplan verhandelt. Die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet verweist auf den langen Todeskampf des Autoherstellers Saab und weist Forderungen nach staatlichen Rettungsmaßnahmen zurück: "Die Rolle des Staats bei Saab und SAS ist nicht in jeder Hinsicht vergleichbar. Auf jeden Fall wird es aber immer Politiker und Interessenten geben, die ein Produkt, ein Unternehmen oder eine Dienstleistung als 'das ganz besondere Unternehmen' darstellen. Künstliche Beatmung ist immer eine höchst provisorische Lösung; das gilt auch für Fluggesellschaften. Und trotz der Sorgen und Probleme, die Veränderungen für die Angestellten und für die Kunden mit sich bringen, kommen neue Zeiten, mit neuen Unternehmen und neuen Flügen. Andere Airlines stehen schon bereit, um die bisher von SAS beflogenen Strecken zu übernehmen, und auch dort wird man Personal brauchen. Jeder Konkurs ist schwer. Aber ein Konkurs bedeutet nicht nur das Ende einer Epoche. Es ist auch der Beginn einer neuen."

Svenska Dagbladet - Schweden | 29.08.2012

Schwedens Wohnungsbau erinnert an DDR-Zeiten

Menschen müssen in Stockholm laut der städtischen Wohnungsvermittlung durchschnittlich mehr als zehn Jahre warten, bis sie in eine eigene Mietwohnung ziehen können. Angesichts der katastrophalen Wohnungssituation in Schwedens Großstädten, die unter anderem daraus resultiert, dass es zu lange dauert, Häuser zu bauen, sollte sich der Gesetzgeber an Deutschland orientieren, meint die konservative Tageszeitung Svenska Dagbladet: "In Schweden können von der Bau-Idee bis zum fertigen Haus zehn Jahre vergehen. In Deutschland dauert dieser Prozess oft nicht länger als zwei Jahre. … Die Erklärung lautet: Paragraf 34. Nach diesem muss man in Deutschland für Neubauten in dicht besiedelten Gebieten keinen detaillierten Bauplan vorlegen, sondern kann direkt die Baugenehmigung beantragen. ... Als die Berliner Mauer fiel, zeigten sich die Mängel der DDR-Planwirtschaft auch in Form des akuten Wohnungsmangels. ... Um schnell voranzukommen, ließ man damals die Forderung nach umfangreichen Bauplänen fallen und begrenzte die Zeit für Beschwerden. Das zeigte Wirkung. Zunächst war der Paragraf 34 eine Ausnahmeregelung, heute gilt er für ganz Deutschland. Doch in Schwedens Wohnungsbaupolitik sind durchaus noch Reste der mentalen Berliner Mauer zu finden."

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