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Kun, István


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Élet és Irodalom - Ungarn | 06.03.2014

Ungarns Roma hungern und frieren

In Ungarn leben die Roma in bitterer Armut und unter erbärmlichen Umständen, erklärt der Armutsforscher István Kun in der linksliberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom: "Die Roma leben vor allem in Regionen Ungarns, die als die ärmsten der EU angesehen werden. Und selbst dort zählen die meisten Roma-Familien zu den Ärmsten der Armen. ... Im Winter frieren sie nur dann nicht, wenn es ihnen irgendwie gelingt, sich Holz zu 'organisieren'. Was sie essen? Das Billigste. Nur, dass Brot auf dem Dorf fast doppelt so viel kostet wie in den Supermärkten der Städte. Wie auch sonst alles teurer ist, von der Milch bis zur Wurst. Unter diesen Gegebenheiten leben viele Roma-Familien von Tag zu Tag. ... Viele Familien haben sich sogar daran gewöhnt, billige Tiernahrung, etwa Hundesalami, für den eigenen Verzehr zu kaufen. Diese Menschen sind nicht nur mental, sondern auch körperlich von der Armut gezeichnet."

Népszava - Ungarn | 03.08.2010

Ungarn schmieren ihre Ärzte aus Angst

In Ungarn ist es üblich, dass Patienten ihre behandelnden Ärzte mit einem sogenannten Dankesgeld schmieren. Der Publizist István Kun fragt in der linken Tageszeitung Népszava nach den Gründen: "Reden wir nicht um den heißen Brei herum! Wer glaubt, dass das Dankesgeld eine natürliche Patientengabe und nicht gesetzwidrig ist, der soll es mal bei anderen öffentlichen Bediensteten probieren. ... In den vergangenen Jahren gab es viele Schätzungen, was die jährliche Summe an überreichtem Dankesgeld anbelangt. Diese reichen von 33 bis 99 Milliarden Forint [117 bis 351 Millionen Euro] . ... Horrende Summen! ... Es stellt sich die Frage, warum die Patienten überhaupt Dankesgeld geben? Sind sie wirklich so dankbar? Liegt ihnen das Elend der Ärzte, sprich ihre Unterbezahltheit, wirklich so sehr am Herzen? ... Und warum zahlen alle, angefangen von den Reichen bis zu den Ärmsten? ... Es wird allgemein angenommen, dass das Dankesgeld aus Dank gegeben wird. Mitnichten. Es wird vielmehr aus ANGST gezahlt! Niemand will vor seiner Zeit sterben oder für den Rest seines Lebens ans Bett gefesselt sein."

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