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Krauel, Torsten

Die Welt


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 01.10.2015

Moskaus Offensive führt zu mehr Flüchtlingen

Mit der Luftunterstützung für syrische Truppen im Kampf gegen die Opposition hält sich Russlands Präsident Wladimir Putin eine ihm genehme Regierung mit verheerenden Folgen an der Macht, prophezeit die konservative Tageszeitung Die Welt: "Assad hat vor den Kalifatsirren des IS anscheinend weniger Angst als vor der nationalen Opposition. Die kämpfte bereits gegen ihn, als der IS noch in den Bergen um Mossul hockte. Moskaus Eingreifen ist eine Bankrotterklärung für den Westen, der in Syrien mit großen Worten 'rote Linien' für Assad zog und keine Konsequenzen fand, als Assad sie überschritt. Der Westen wirkte unschlüssig, ja sogar feige, und das nutzt Wladimir Putin nun aus. Seine Piloten und seine Waffenlieferungen an Assad werden in Syrien nicht weniger Flüchtlinge produzieren, sondern noch mehr."

Welt am Sonntag - Deutschland | 17.02.2013

Der Kunde ist die beste moralische Instanz

Eine Dokumentation im deutschen Fernsehen hat in der vergangenen Woche gezeigt, wie der Online-Händler Amazon seine Leiharbeiter ausnutzt und gängelt. Die konservative Welt am Sonntag glaubt, dass der demokratische Kapitalismus solche Fehlentwicklungen korrigieren kann: "Mit dem Internet ... hat der demokratische Kapitalismus seinen Kunden zugleich ein Kontrollinstrument in die Hand gegeben, das wie die Firmen 24 Stunden täglich einsatzbereit ist. Unter solchem Druck werden sich auch die Firmen selbst wandeln. Die abgeschotteten, dem Militärwesen entlehnten Kommandostrukturen werden aufgebrochen werden, denn die Mitsprache, Teilhabe und Mitverantwortung der Kunden wird ein entscheidender Gewinnvorteil sein. ... Zu solcher Macht aber gehört, dass die Kunden nicht einfach an die Kasse gehen, sondern sich darüber informieren, warum Bücher trotz 24-Stunden-Auslieferung so günstig sind oder Lasagne so billig oder Kleidung so erschwinglich. ... Der Kapitalismus ist eine Gesellschaft, in der moralisch einwandfreie Gewinne möglich sind, wenn alle mitmachen."

Die Welt - Deutschland | 12.11.2010

Merkel trotzt Obama auf G20-Gipfel

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat Forderungen der USA auf dem G20-Gipfel abgewehrt, Deutschlands Exportüberschüsse zu begrenzen. Die konservative Welt lobt Merkels Einsatz für den freien Welthandel: "Merkel hat ... Angst, dass Protektionisten im Welthandel die Oberhand gewinnen könnten. Sie kämpft wie eine Löwin dagegen. Sie fürchtet Barack Obamas Spontan-Anregung, Exportüberschüsse prozentual zu begrenzen. Das Projekt ist zwar so gut wie erledigt. Doch Merkel hat ähnliche Forderungen aus Paris noch im Ohr. Sie möchte allen potenziellen Nachahmern zeigen, dass Berlin bei Eingebungen nicht mitmacht, die den freien Welthandel wegen kurzfristiger nationaler Belange infrage stellen könnten. ... Barack Obama hat aus seiner Sicht gute Gründe, Deutschlands Handelsüberschuss zu kritisieren. ... Angela Merkel kann das gleichgültig sein. Ihr Ansatz, zuerst den freien Welthandel in einem UN-Gremium festschreiben zu lassen, ist richtig. Ist dieser Schritt vollzogen, lässt sich über nationale Problemfälle leichter reden."

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | 12.09.2010

Torsten Kraul über Unterhaltung in 3D und Erkenntnis in 2D

Die 50 Jahre alte 3D-Technik erlebt ein Comeback. Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentierte die Unterhaltungsindustrie die ersten Prototypen der dafür geeigneten Fernseher. Die Technik ist faszinierend, doch wird der Mensch von der Zweidimensionalität wirklicher Erkenntnis nicht lassen, schreibt Torsten Kraul in der konservativen Welt am Sonntag: "Die Faszination der Rückführung auf das Wesentliche, die Anziehungskraft der Abstraktion ist dimensionslos, denn menschliches Verstehen findet ohne dritte Dimension statt. Wir umarmen jemanden und glauben, sie oder ihn zu kennen. Wir ahnen, dass wir das nur glauben. Das dreidimensionale Bild ist nicht die Persönlichkeit. ... Drei- und Zweidimensionalität, das ist der Schritt vom Tasten zum Denken, der Unterschied von Sex und Eros, der lange Weg vom physischen Abbild zum geistigen Verstehen. Unterhaltung in der dritten Dimension ist Zeitvertreib in Vollendung, und viele werden glücklich sein, ihn auf Knopfdruck genießen zu dürfen. Wer hingegen den Tag nutzen will, um die Wirklichkeit zu verstehen, wird den dreidimensionalen Schein dann irgendwann auf Knopfdruck zufrieden beenden."

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