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Žižka, Jan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Lidové noviny - Tschechien | 31.07.2015

Brüssel, Berlin oder wer hat die Macht?

Zwischen Berlin und Brüssel und den beiden ambitionierten Herren Schäuble und Juncker rumort es ordentlich, konstatiert die konservative Lidové noviny und schlägt sich zunächst auf die Seite des deutschen Finanzministers: "In einem hat er absolut Recht: Die EU braucht eine von der Kommission unabhängige Antimonopolbehörde. Ebenso wie die EZB sollte die Aufsicht über einen fairen Wettbewerb nicht politischen Präferenzen unterliegen. ... Ein Beispiel: Die EU befasst sich mit dem Thema Energiesicherheit und muss hier politische Ziele formulieren. Dabei geht es um eine verringerte Abhängigkeit von Russland. Gleichzeitig wird untersucht, ob Gazprom nicht die Wettbewerbsregeln bricht. Gazprom hat aber wie jede andere Firma das Recht auf faire Behandlung. Und schon muss sich die EU des Verdachts erwehren, sie nutze ihre Kompetenzen für politische Ziele aus. Sowohl der EU als auch Deutschland steht eine Rolle zu. Einige Kompetenzen aber sollten weder der EU noch Berlin gehören."

Lidové noviny - Tschechien | 10.07.2014

Tschechen nicht mehr ausreichend qualifiziert

Tschechien verliert in der Gunst der Investoren aus Deutschland seinen Spitzenplatz in Osteuropa. Nach Umfragen verschiedener deutscher Handelskammern lief Polen dem Land bereits das zweite Jahr in Folge den 1. Rang ab. Der konservativen Tageszeitung Lidové noviny gibt das zu denken: "Lange war Tschechien der Stern der deutschen Investoren im postkommunistischen Europa. Nun gehören die 'goldenen Händchen', auf die wir immer so stolz waren, den Polen. Schockierend ist die Feststellung, dass die Qualität der tschechischen Arbeitskräfte nicht mehr ausreicht. Wir haben zwar immer noch gebildete Menschen, aber deren Qualifikation entspricht nicht den Anforderungen der Wirtschaft. Dass alte Grundsätze nicht mehr zählen, zeigt auch die Infrastruktur. Polen mit seinem einst vernachlässigten Straßennetz ist heute auch da besser aufgestellt. Von Tschechien erwarten die Investoren mehr. Umso größer ist ihre Enttäuschung. ... Die Sicht der deutschen Investoren spielt eine Schlüsselrolle. Immerhin geht es um unseren bedeutendsten Wirtschaftspartner."

Lidové noviny - Tschechien | 09.04.2014

Deutschland triumphiert auch bei Ökostromumlage

Die Bundesregierung und die EU-Kommission haben sich am Dienstag über die künftigen Industrie-Rabatte bei der Ökostrom-Förderung geeinigt. In abgeschwächter Form gelten die deutlichen Rabatte für viele deutsche Unternehmen weiter. Die konservative Tageszeitung Lidové noviny findet die Haltung Berlins selbstsüchtig gegenüber anderen EU-Ländern: "Die Deutschen werden sich - anders als Tschechien und andere Konkurrenten - auch in dieser Frage durchsetzen, hatten Skeptiker schon vorab befürchtet. Und sie behielten Recht. Brüssel, das über einen fairen Wettbewerb wachen soll, einigte sich mit Berlin auf einen Kompromiss, der aus tschechischer Sicht unfair ist. ... Die [tschechische] Regierung Sobotka gerät jetzt unter Druck, einheimischen Firmen ähnliche Bedingungen zu garantieren. Wenn wir in der weltweiten Konkurrenz nicht bestehen, zahlen wir alle in diesem Land drauf."

Lidové noviny - Tschechien | 07.04.2014

Russland zahlt die Zeche für Gas-Streit

Russland hat vergangene Woche alle Rabatte für sein Gas an die Ukraine rückwirkend gestrichen und fordert nun eine Nachzahlung von 8,3 Milliarden Euro. Doch das könnte sich für Moskau rächen, meint die konservative Tageszeitung Lidové noviny: "Es scheint, als ob man in Moskau nicht mehr scharf darauf ist, Sympathien in der Ukraine und der EU zu gewinnen. Russland setzt voll auf Härte. Nach dem Motto: Wir haben das Öl und das Gas, also bestimmen wir auch die Regeln. Allerdings hat Russland nicht nur Trümpfe in der Hand. Europa braucht russisches Gas. Doch auch Moskau bekommt mit, dass die EU langsam aber sicher ihre Abhängigkeit verringert. ... Die Einnahmen aus dem Öl und dem Gas sorgen jedoch für die Hälfte des russischen Staatshaushalts. Die Ängste, dass Russland einfach alle Exporte nach China umlenken könnte, sind stark übertrieben. Die Chinesen sind zudem als harte Verhandlungsführer bekannt. Sollte Putin seine persönlichen Ambitionen über die russischen Interessen stellen, wäre das vor allem eine schlechte Nachricht für Russland selbst."

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