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Holub, Petr


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Echo24 - Tschechien | 28.10.2015

Flucht nach Europa: Polen pfeift auf Drohungen aus Brüssel

EU-Mitglieder, die sich Flüchtlingsquoten verweigern, sollten nach Ansicht von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem weniger Fördergelder der Union bekommen. Damit reagierte er auf den Wahlsieg der nationalkonservativen PiS in Polen. Im liberalen Internetportal Echo24.cz prophezeit Kommentator Petr Holub, dass Polen diese Drohung wenig kümmern wird: "Die Osterweiterung gehört zu den Heldenlegenden der EU. Und sie funktionierte so lange, wie sich der Osten an die Regeln hielt. Polen war so ein vorbildliches Land, mit mehr als drei Prozent Wachstum auch in Zeiten der Finanzkrise. Jetzt hat die Partei eines starken Führers, die nationale Werte hoch hält, die absolute Mehrheit bekommen. ... Der Hauptgrund dafür aber war, dass sich die wirtschaftlichen Erwartungen der Bürger nicht erfüllt haben. Selbst größter Arbeitseifer hat namentlich in ärmeren Gegenden die Alltagssorgen nicht verringert. ... Die Polen haben die Regeln der Marktwirtschaft gelernt, wollen sie aber durch andere Werte, wie mehr Hilfe für Familien und Alte, ergänzen. Das bekämen sie notfalls auch ohne EU-Gelder hin."

Mladá fronta dnes - Tschechien | 11.04.2014

Gnadenstoß für unsinnigen Temelín-Ausbau

Das tschechische Atomkraftwerk Temelín wird aus Kostengründen vorerst nicht ausgebaut. Die Leitung des halbstaatlichen Betreibers ČEZ reagierte mit dieser Entscheidung am Donnerstag auf die Weigerung der Regierung, feste Abnahmepreise für Atomstrom zu garantieren. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes spricht vom Gnadenstoß für ein Projekt, das niemand braucht: "Über den Ausbau wurde 2008 entschieden, als man an den Strombörsen für die Megawattstunde astronomische 90 Euro bezahlte. Der Preis ist mittlerweile auf 30 Euro abgestürzt und wird kaum wieder steigen. Der niedrige Preis bezeugt, dass es zumindest in Mitteleuropa genügend Strom gibt. Daran ändert auch der Ausfall von acht deutschen AKW nach Fukushima nichts. Unklar ist lediglich, weshalb ČEZ und die Regierung so lange warteten, um das Anbieterverfahren für den Ausbau von Temelín zu stoppen. Hier hat die Atomlobby die allgemeine Beliebtheit von AKWs bei den Tschechen ausgenutzt. Tschechien aber kann sich einen solchen Atomluxus nicht leisten."

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