Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Hassel, Florian


RSS Die Texte von "Hassel, Florian" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 27.10.2015

Kaczyński könnte Orbán und Putin nacheifern

Nach der voraussichtlich absoluten Mehrheit für die nationalkonservative PiS bei der Parlamentswahl in Polen am Sonntag könnte in Europa ein neuer autoritärer Staat entstehen, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Nach einer Niederlage bei der polnischen Parlamentswahl 2011 orakelte [PiS-Chef] Kaczyński, das 'Budapest in Warschau' werde schon noch kommen. Die Frage ist, ob dies nun bevorsteht; ob nach Orbán, der bisher noch einen Paria-Status in Europa hat, jetzt auch Kaczyński im ungleich größeren Polen - dem bedeutendsten Land in Osteuropa - einen autoritären Staatsumbau durchsetzt. ... Auch bei der ersten Wahl Wladimir Putins zum russischen Präsidenten wiegelten viele Beobachter zunächst ab. Putin werde von liberalen Ratgebern gezähmt, hieß es; ähnlich war es bei Viktor Orbán. Tatsächlich begannen sowohl Putin wie Orbán umgehend mit dem Aufbau eines autoritären Staates. Gewiss, Kaczyński braucht dafür eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. Doch die ist angesichts weiterer nationalistischer Parteien im neuen Parlament nicht ausgeschlossen."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 03.03.2014

Serben wie Kroaten in Opfermythen gefangen

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat am Montag den Völkermord-Prozess gegen Serbien eröffnet. Die Klage hatte vor 15 Jahren Kroatien eingereicht, Serbien reagierte vor vier Jahren mit einer Gegenklage. Beide Seiten beharren auf ihrer Opferrolle und werden wenig auf das Urteil Den Haags geben, analysiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Von August bis Dezember 1991 vertrieben die Serben mit Bomben, Mord und Vergewaltigung etwa 80.000 Kroaten und Muslime aus dem Osten Kroatiens. ... Vier Jahre später eroberten die erstarkten Kroaten das Gebiet zurück. Wer nicht floh, dem wurde kurzerhand die Kehle durchgeschnitten. 150.000 Serben wurden vertrieben. Beide Militärkampagnen waren klassische ethnische Vertreibungen, bei denen etliche Kriegsverbrechen begangen wurden. Das akzeptieren bis heute weder Kroaten noch Serben für sich. Beide beharren auf einer national sinnstiftenden Opfermythologie, derzufolge sie jeweils unschuldig angegriffen worden seien. ... Welche Urteile die Haager Richter voraussichtlich Ende 2014 fällen, ist bei dieser doppelten Staatspropaganda letztlich zweitrangig."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 11.01.2008

Die Ohnmacht der OSZE-Wahlbeobachter

Florian Hassel kritisiert, dass OSZE-Wahlbeobachter Wahlmanipulation nicht auf die Schliche kommen, zum Beispiel in Georgien. "Die Schummeleien finden nicht nur im Wahllokal am Wahltag statt, sondern im Wahlkampf und bei Auszählung und Weiterverarbeitung der Stimmen - getreu dem Wort Josef Stalins, entscheidend sei nicht, wer wie stimmt, sondern wer zählt. All dies festzustellen, ist nur erfahrenen, im Idealfall der Landessprache mächtigen Beobachtern möglich, die Wahlkampf, Wahltag und Auszählung über Monate verfolgen... In Georgien gab es 28 Langzeitbeobachter, doch 300 kurzfristig eingeflogene Beobachter ohne Hintergrundkenntnisse, meist weder Georgisch noch Russisch sprechend. Ihre Erkenntnisse beschränkten sich oft auf nichtssagende Beobachtungen im Wahllokal. Dazu kommt, dass die OSZE ihre in der öffentlichen Wahrnehmung entscheidende Stellungnahme bereits einen Tag nach einer Wahl abgibt. Das ist zu wenig, um die Umstände konkret und penibel zu beurteilen und Vorwürfen oft sehr raffinierter Fälschungen nachzugehen."

» Autorenindex


Weitere Inhalte