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Hans, Julian


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Tages-Anzeiger - Schweiz | 14.10.2015

EU will Belarus als Puffer gegen Russland

In Belarus ist Staatspräsident Alexander Lukaschenko am Sonntag offiziell mit 83,5 Prozent wiedergewählt worden. Beobachter der OSZE kritisierten den Wahlablauf. Dass die EU ihre Sanktionen gegen Minsk trotzdem vorerst aussetzen will, hat geopolitische Gründe, analysiert der linksliberale Tages-Anzeiger: "Mit der Begnadigung von sechs politischen Gefangenen im August hat Lukaschenko … eine zentrale Forderung der EU erfüllt. Indem die Wahlen nun immerhin ohne Massenverhaftungen abliefen, bestand Minsk den letzten Test. Mit der Aussetzung der Sanktionen vollziehen die europäischen Regierungen eine Wende in der Politik gegenüber ihren Nachbarn: Die Sanktionen wurden verhängt, weil Lukaschenko Regimegegner verfolgt. Das tut er nach wie vor. Aufgehoben werden sie jetzt aus geopolitischer Erwägung. Man braucht ihn als Puffer gegenüber Russland und als Partner für die Ukraine."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 29.09.2015

Mit Russland ist wieder zu rechnen

Wladimir Putin präsentiert Russland neuerlich als Supermacht, meint der linksliberale Tages-Anzeiger: "Es war vielleicht der schwerste Fehler des Friedensnobelpreisträgers [Obama] während der Ukrainekrise, Russland als Regionalmacht zu bezeichnen. ... 'Wir sind nicht davon besessen, eine Supermacht sein zu müssen', sagte Putin. Der Aufmarsch in Syrien, der ihn zum am meisten beachteten Redner bei der 70. Generaldebatte der Vereinten Nationen machte und ihm endlich ein Treffen mit dem US-Präsidenten bescherte, spricht eine andere Sprache. Obamas Regionalmachtaussage hat Putin damit widerlegt. Möglicherweise war das sogar eines der wichtigsten Ziele der Aktion. Putin hat klargemacht, dass man wieder mit Russland rechnen muss. Wenn das nun auch im Westen verstanden wurde, hat das vielleicht auch sein Gutes. Denn dann wird hoffentlich mehr Politikern klar, dass in der Auseinandersetzung mit Moskau flapsige Sprüche nicht weiterhelfen."

Tages-Anzeiger - Schweiz | 27.08.2015

Senzow-Urteil zeigt Grenzen von Putins Macht

Ein russisches Gericht hat den ukrainischen Regisseur Oleg Senzow wegen angeblicher Terroraktionen auf der Krim zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Der linksliberale Tages-Anzeiger kritisiert den Schauprozess, sieht darin aber zugleich die Grenzen der Macht von Russlands Präsident Putin: "Das Strafmass ist ungeheuerlich, es rückt die Ereignisse aber zugleich in eine grössere Perspektive. Denn eins ist sicher: Zwanzig Jahre wird Wladimir Putin nicht mehr an der Macht sein. Zwanzig Jahre können eine ganze Epoche sein in der schnelllebigen jüngeren Geschichte Russlands. Noch vor zwei Jahrzehnten demontierte der Staat selbst Lenin-Statuen. Heute verfolgt er das als 'Terrorismus'. ... während das Sowjetsystem auf die Ewigkeit ausgelegt war und nur die Köpfe im Politbüro wechselten, ist das Putin-System auf eine einzige Person an der Spitze zugeschnitten. Und wenn es nicht vorher fällt, so wird mit dem Leben dieser Person auch das Regime enden."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 17.03.2015

Russland scheint großen Krieg vorzubereiten

Russlands Präsident Wladimir Putin hat in dem am Sonntagabend im russischen Fernsehen ausgestrahlten Film Die Krim - der Weg ins Vaterland zugegeben, dass er bereit gewesen sei, zur Verteidigung der Krim notfalls Atomwaffen einzusetzen. Das offenbart seine wahre Strategie, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: Der Film "zeigt Putin nun in einer neuen Rolle, in der ihn auch das russische Publikum bisher nicht kannte: Putin als der Oberkommandierende, der eine gewaltige Militäroperation zu Wasser, zu Lande und in der Luft koordinierte und dabei alle anderen überlistete. Dazu kommt Putins Aussage, er habe auch erwogen, Russlands Atomwaffen gefechtsbereit zu machen, um damit notfalls die Krim zu verteidigen. Man muss sich das klarmachen: Die Bedrohung bestand angeblich in Rechtsradikalen, die den Russen auf der Krim ans Leder wollten. Laut Putin führte das am Ende dazu, die Atomraketen scharfzumachen. Das mag Rhetorik sein. Aber es fügt sich in das Bild von einem Land, das sich auf einen großen Krieg vorbereitet."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 09.09.2013

Kreml wird auf Nawalny-Erfolg reagieren

Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat die Bürgermeisterwahl in Moskau gegen Amtsinhaber Sergej Sobjanin am Sonntag verloren. Allerdings bekam er mit 27 Prozent fast doppelt so viele Stimmen wie erwartet. Der Kreml wird autoritär auf dieses unerwartet gute Abschneiden antworten, fürchtet die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Ein knappes Wahlergebnis und eine gut organisierte Opposition, die dagegen protestiert - das ist das gefürchtete 'orangene Szenario', vor dem der Kreml bei jeder Gelegenheit warnt. Die Ereignisse in der Ukraine 2004, als die Opposition um Julia Timoschenko von den Massen getragen den Wahlfälscher Viktor Janukowitsch davonjagte, sind das Schreckensszenario Moskaus. Man muss davon ausgehen, dass die Strategen des Kremls darauf vorbereitet sind und mit neuen Repressionen antworten werden. ... Hätte Sobjanin wie erwartet klar gesiegt, die Protestbewegung wäre womöglich bis auf Weiteres erledigt gewesen. Der Plan ist nicht aufgegangen, Nawalny ist gestärkt und seine Anhänger sind nach dem Wahlkampf besser organisiert als je zuvor."

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