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Hanke, Thomas


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Handelsblatt - Deutschland | 03.02.2015

Deutschland ist Nettozahler aus gutem Grund

Im Streit um Griechenlands Weg aus der Schuldenkrise hat der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis erneut deutsche Kriegsschulden aus dem Zweiten Weltkrieg angesprochen. Nicht nur er scheint vergessen zu haben, welche Konsequenzen Europa aus Deutschlands Kriegsschuld gezogen hat, kritisiert das wirtschaftsliberale Handelsblatt: "Deutschland hat sich nach dem Krieg, auch dank der Alliierten, politisch und wirtschaftlich von Grund auf erneuert. Die Konsequenzen aus der Kriegsschuld wurden nicht in Form von neuen Reparationen gezogen, auch wenn die Sowjetunion Teile der ostdeutschen Industrie demontierte. Die Schlussfolgerung war ein geeintes Europa, in dem die Bundesrepublik bereit war und ist, Nettozahler für andere zu sein. Wer das in Athen vergessen hat, kann sich nun daran erinnern. Und wer in Deutschland meint, er müsse sich über den überforderten 'Zahlmeister Bundesrepublik' empören, kann die Probe aufs Exempel machen und in London, Paris oder Amsterdam mit dem Argument hausieren gehen."

Handelsblatt - Deutschland | 15.01.2014

Endlich Tacheles reden

Die Richtung der Reformankündigungen stimmt, doch an seinem verzagten Regierungsstil hält Hollande fest, kritisiert das wirtschaftsliberale Handelsblatt: "Auch diesmal folgten auf die ersten, starken Aussagen eine Reihe von Konditionen und Hintertürchen. ... Die politische Führung müsste gezielt da sparen, wo es das Produktionspotenzial am wenigsten beeinträchtigt, und gleichzeitig der eigenen Bevölkerung klarmachen: Es kommen drei, vier magere Jahre, das ist eine notwendige Investition in die Zukunft, danach geht es wieder voran. Diese klare Ansage blieb Hollande aber am Dienstag erneut schuldig. ... Hollande ist immer wieder versucht, in die beschönigende Attitüde seiner ersten anderthalb Jahre zurückzufallen und auf Zeit zu spielen. Er braucht deshalb eine enge Begleitung durch seine europäischen Partner. Allerdings mit viel Fingerspitzengefühl und ohne jede Häme. Andernfalls kann sich die Lage im Land, das an sich selbst zweifelt, schnell verschärfen."

Handelsblatt - Deutschland | 09.10.2013

Frankreich im Griff der Rechtsextremen

Bei einer Nachwahl im südfranzösischen Kanton Brignoles ist der rechtsradikale Front National (FN) am Sonntag mit Abstand stärkste Kraft geworden. Der bisher gänzlich unbekannte FN-Kandidat erreichte aus dem Stand gut 40 Prozent der Stimmen und zieht in die Stichwahl gegen den Bewerber der bürgerlichen UMP ein. Um Stimmen zu fangen, lassen sich Frankreichs gemäßigte Parteien auf die rechte Rhetorik ein, fürchtet das wirtschaftsliberale Handelsblatt: "Innenminister Manuel Valls diskreditiert die Roma, lässt sie aus Kommunen vertreiben und hängt ihnen an, sie seien nicht integrierbar. ... 70 Prozent der Franzosen geben laut Umfragen Valls recht. Damit wird dessen harte Linie zur letzten Hoffnung der Regierung ein halbes Jahr vor Kommunal- und Europawahlen, bei denen die Rechtspopulisten auftrumpfen dürften. ... Viele Franzosen wenden sich von den etablierten Parteien ab, weil sie Standpunkte und Lösungen vermissen und der übergewichtige Staat oft nur noch als Steuereintreiber erscheint. Die Republik im Griff der Rechtsextremen: Vor ein paar Jahren war das ein Spuk, doch langsam wird es Wirklichkeit."

Handelsblatt - Deutschland | 03.09.2013

Frankreichs Parlament will bei Syrien mitreden

Frankreichs Innenminister Manuel Valls hat am Sonntag angekündigt, sein Land werde das Votum des US-Kongresses zum Syrien-Einsatz abwarten und keinen Alleingang wagen. Zugleich forderten mehrere Abgeordnete eine Abstimmung auch im französischen Parlament. Das wirtschaftsliberale Handelsblatt findet das bemerkenswert: "Die Franzosen sind daran gewöhnt, dass ihr Präsident gemäß Verfassung ohne Parlamentsbefragung die Armee einsetzt. Das war unter Nicolas Sarkozy beim Angriff auf Libyen der Fall, und auch Hollandes Militäraktion gegen Mali, die mit hohen Risiken verbunden war, deckte das ganze Land. ... Hollande ist der erste Präsident, der die Erfahrung machen muss, dass ein Militäreinsatz zutiefst unpopulär ist und seinem Ansehen eher schadet als nützt. ... [Zudem] fragen sich viele Franzosen, warum zwar das britische Parlament und der amerikanische Kongress ein Votum abgeben dürfen, ihre Assemblée Nationale aber nur informiert werden soll. ... Damit gerät ein Pfeiler der Fünften Republik ins Wanken: die Entscheidungshoheit des Präsidenten über Krieg und Frieden."

Handelsblatt - Deutschland | 18.06.2012

Hollande steht vor innenpolitischem Kampf

Bei der französischen Parlamentswahl am Sonntag haben Frankreichs Sozialisten unter François Hollande die absolute Mehrheit erreicht. Sich innenpolitisch durchzusetzen wird für den Präsidenten trotzdem nicht leicht, vermutet das wirtschaftsliberale Handelsblatt: "Hollande wird sich in den kommenden Monaten mit Gruppen anlegen müssen, die schon andere Politiker ausgeschaltet haben: Hunderttausende von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst, die Frankreichs am besten organisierte Arbeitnehmer und eine in politischer Destruktion geübte Kraft darstellen. Den Staatshaushalt wird er nur sanieren können, wenn er die Konfrontation mit ihnen durchsteht. Die Neuverschuldung abbauen kann er aber nur, wenn er neben dem Etat des Zentralstaats auch die Finanzen der Regionen heranzieht, die in den vergangenen Jahren ihre Beschäftigung munter gesteigert haben, während der Zentralstaat sie verringert hat. ... Noch schiebt er den Tag hinaus, da er vom Beglücker Europas, der von einem alternativen Weg weitgehend ohne Opfer schwärmt, zum energischen Sanierer im eigenen Land wird. Doch diese Kurve muss er kriegen, sonst scheitert er."

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