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Grgič, Maja


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Delo - Slowenien | 30.10.2012

Slowenische Regierung verspielt Vertrauen

Hunderte Menschen haben bei Protesten in der slowenischen Stadt Maribor am Montag den Rücktritt der Regierung unter Premier Janez Janša gefordert. Für den 17. November haben die Gewerkschaften zu einer Großdemonstration in der Hauptstadt Ljubljana aufgerufen. Für die linksliberale Tageszeitung Delo hat die Regierung das Vertrauen der Bürger verspielt: "Es handelt sich bei den Protesten vor allem um einen Aufstand gegen die Regierung, die ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Menschen verliert. ... Die Gegner ihrer Maßnahmen wachsen zu einer Armee heran. ... Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Reformen angepackt werden müssen und dass sie an den richtigen Stellen ansetzen. Doch Voraussetzung für ihre Umsetzung sind ein breiter politischer Konsens und Vertrauen in die Regierung. Leider erreicht die Regierung genau das Gegenteil, denn sie hält an ihren Lösungen fest, die nur auf bestimmte Interessengruppen zugeschnitten sind - so wie die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der staatlichen Holdinggesellschaft."

Delo - Slowenien | 19.07.2012

Holding rüttelt Opposition in Slowenien wach

In Slowenien erwägt die linke Oppositionspartei Positives Slowenien ein Referendum gegen die von der Regierung geplante staatliche Holding, in der das Vermögen des Landes im Wert von elf Milliarden Euro zusammengefasst würde. Endlich ein Lebenszeichen der Opposition, meint dazu die linksliberale Tageszeitung Delo: "Obwohl die Regierung bereits seit Monaten wichtige Entscheidungen auf arrogante Art und Weise und in großer Eile trifft, scheint es, dass erst die Verlegung des gesamten slowenischen Vermögens in die Holding-Gesellschaft die Opposition wachgerüttelt hat. Die geplante Holding würde der jetzigen Regierung nämlich die Macht über staatliche Unternehmen geben und es ihr ermöglichen, sich die milliardenschwere Beute zu teilen. Alle politischen Strukturen haben bisher um diese Macht gekämpft und auch die jetzige Opposition will die Chance darauf wahrscheinlich nicht verspielen. Doch nicht nur die Opposition nötigt die Regierung nun dazu, auf die Bremse zu drücken. Das Thema Holding-Gesellschaft hat nach langer Zeit auch die Gewerkschaften und Arbeitgeber wieder vereint, die nun ebenfalls die Eilentscheidungen der Regierung kritisieren und vor schlecht durchdachten Entscheidungen warnen."

Delo - Slowenien | 22.09.2009

Angst vor sozialen Unruhen

Das größte slowenische Textilunternehmen Mura ist vom Konkurs bedroht. Aus Angst um ihre Arbeitsplätze sind Anfang der Woche die Mura-Arbeiter spontan in einen Streik getreten. Darüber wundert sich die Tageszeitung Delo, "weil die Regierung zusammen mit Investoren nur eine Woche zuvor einen Rettungsplan für den gesunden Teil des Unternehmens ausgearbeitet und dadurch einige tausend Arbeitsplätze gerettet hatte. Andererseits konnten die Gefühle der Arbeiter nach Monaten der Unsicherheit, der niedrigen Löhne und des Abbaus von Arbeitsplätzen leicht überschwappen. ... Das Geschehen in Mura und der Streik beim Haushaltsgerätehersteller Gorenje vor wenigen Tagen sollten auch [dem slowenischen] Premier Borut Pahor Grund zur Sorge geben. ... In weiteren Unternehmen herrscht eine ähnliche Unzufriedenheit. Deshalb erscheinen Warnungen vor sozialen Unruhen nicht mehr so unbegründet. Vor allem, weil auch die Gewerkschaften in den Augen der Arbeiter an Macht verloren haben. Sollten diese ganz untergehen, kann die Straße die Macht übernehmen. Das bringt gewöhnlich mehr Schlechtes als Gutes."

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