Navigation

 
Wichtiger Hinweis:
Sie befinden sich im Archiv von euro|topics. Aktuelle Beiträge aus der europäischen Presseschau finden Sie unter www.eurotopics.net.

Home / Autorenindex


Friedman, Thomas


RSS Die Texte von "Friedman, Thomas" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 04.11.2014

IS-Terror hat Journalisten vertrieben

Die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS) hat offenbar das seit Monaten umkämpftes Gasfeld Dschahar in der Nähe von Homs erneut unter ihre Kontrolle gebracht. Die Gruppe veröffentlichte in Online-Netzwerken mehrere Fotos, die unter anderem die gehisste Fahne des IS über dem Gasfeld zeigen. Solche Meldungen sind mit Vorsicht zu genießen, urteilt Thomas L. Friedman in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Der Islamische Staat hat die brutale Eroberung weiter Teile Syriens und des Irak mit der Geiselnahme und Enthauptung von Journalisten begleitet. Jeder westliche Journalist, der sich heute auf das IS-Gebiet wagt, würde in jeder Sekunde sein Leben riskieren. ... Was verlieren wir, wenn wir keinen Journalisten im Gebiet des IS haben? Sehr viel. ... Der IS erzählt uns auf Twitter und Facebook nur das, von dem er will, dass wir es wissen. Von allem anderen hält er uns fern. Also Vorsicht bei allem, was über diesen Krieg erzählt wird, egal, ob es gut oder schlecht oder mit Gleichgültigkeit erzählt wird. Ohne einen unabhängigen Journalismus vor Ort werden wir uns auf Überraschungen gefasst machen müssen. Wer nicht dort ist, kann nichts wissen."

La Repubblica - Italien | 12.09.2013

Hitler in Nahost und kein Churchill in Sicht

Die Syrien-Krise kann nur von außen gelöst werden, erörtert New York Times-Kolumnist Thomas L. Friedman in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Wenn der Zusammenbruch eines Staates und einer Gesellschaft ein Ausmaß erreicht hat wie in Syrien, dann gibt es keine Hoffnung mehr, das Land zu regieren und einen Machtwechsel einzuleiten. ... Dafür braucht man entweder einen Geburtshelfer oder einen Mandela oder ein Militär, das das Vertrauen der Bevölkerung genießt wie in Ägypten. ... Da Syrien weder einen Mandela noch ein vertrauenserweckendes Militär besitzt, wird ein fremder Geburtshelfer gebraucht. Ich verstehe nur zu gut, warum es an Freiwilligen mangelt, doch wird der UN-Sicherheitsrat diesen Punkt schwerlich umgehen können, wenn er verhindern will, dass Syrien das Afghanistan des Mittelmeers wird. ... Obama gebührt das Verdienst, in einer chaotischen Region ein Prinzip verteidigt zu haben; dem amerikanischen Volk, unseren Führern etwas Entscheidendes verdeutlicht zu haben: Es ist schwer, die Hitlers im Nahen Osten zu bekämpfen, wenn auf der anderen Seite die Churchills fehlen."

La Repubblica - Italien | 12.06.2012

Thomas L. Friedman über Grenzen der ägyptischen Facebook-Revolution

In Ägypten findet am 16. und 17. Juni die Stichwahl um die Präsidentschaft statt, zu der ein Muslimbruder und ein Vertreter des Mubarak-Regimes antreten. Das ist ernüchternd für die Facebook-Aktivisten des Aufstands, analysiert der US-amerikanische Journalist Thomas L. Friedman in einem Gastbeitrag in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Was ist aus der 'Facebook-Revolution' geworden? Das soziale Netzwerk hat zweifelsohne dazu beigetragen, das gebildete ägyptische Bürgertum an den Ereignissen auf dem Tahrir-Platz teilhaben zu lassen. Doch läuft es in der Politik am Ende immer auf zwei Dinge hinaus: Führungskraft und die Fähigkeit, Ergebnisse zu erzielen. Unter diesem Gesichtspunkt haben sich sowohl das ägyptische Militär als auch die Muslimbruderschaft als weitaus wirkungsvoller erwiesen als die Facebook-Generation. Facebook, Twitter und Blogs sind absolut revolutionäre Kommunikations- und Ausdrucksmittel. Sie haben ihre Fähigkeit bewiesen, viele neue und überzeugende Ideen an die Öffentlichkeit zu tragen. Im besten Fall können sie jedoch nur die Art der Kommunikation und des politischen Journalismus verwandeln, im schlimmsten Fall drohen sie zur verführerischen Ersatzhandlung zu werden."

La Repubblica - Italien | 05.05.2011

Thomas Friedman über das Ende der Ideologie von al-Qaida

Die Ideologie des Terrornetzwerks al-Qaida könnte sich nach dem Tod Osama bin Ladens auflösen, meint der US-amerikanische Journalist Thomas L. Friedman in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica. Der arabische Frühling ist eine klare Gegenbewegung zur Ideologie des Terrors: "Dieser Bin-Ladenismus entspringt dem Teufelspakt zwischen Öl verbrauchenden Ländern und arabischen Diktatoren. Wir alle - Europa, USA, Indien, China - haben die arabische Welt wie eine Ansammlung großer Tankstellen behandelt. Wir alle haben den Öl-Diktatoren ein und dieselbe Botschaft zukommen lassen: Solange das Öl weiter fließt, die Preise niedrig bleiben und Israel keine allzu großen Schwierigkeiten bekommt, dürft ihr mit euren Völkern machen, was ihr wollt, wir schauen weg. ... Aber diese Blockade von Freiheit, Emanzipation und Bildung hat unter den Arabern ein demütigendes Minderwertigkeitsgefühl genährt, ein Bewusstsein von Ungerechtigkeit und ein großes Bedürfnis, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. An den arabischen Bewegungen vor allem in Ägypten und Tunesien fällt auf, dass sie vollkommen unpolitisch sind, dass sie nichts mit Ideologie zu tun haben. Sie entspringen den fundamentalen menschlichen Bedürfnissen nach Würde, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung."

» Autorenindex


Weitere Inhalte