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Fisk, Robert


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


The Irish Independent - Irland | 28.07.2014

Palästinenser brauchen Mitgefühl der Welt

In Gaza ist am Wochenende nach palästinensischen Angaben das 1.000. Todesopfer geborgen worden. Die Welt distanziert sich durch kühle Rhetorik und Pseudo-Betroffenheit von den vielen Toten in Gaza und dem Schicksal der Palästinenser, kritisiert Nahost-Korrespondent Robert Fisk in der konservativen Tageszeitung The Irish Independent: "Wann sind es genug palästinensische Tote, wann ist die Grenze erreicht, ab der wir einen andauernden Waffenstillstand erwarten dürfen? Bei 800? Bei 1.000? Oder erst bei 8.000? Könnten wir vielleicht eine Anzeigetafel haben? Oder vielleicht einen Wechselkurs entsprechend der Anzahl der Toten? Oder warten wir, bis sich uns angesichts des vergossenen Blutes die Kehle zuschnürt, bevor wir endlich sagen: Es reicht - selbst für einen Krieg Israels ist das Maß voll. ... Die Wahrheit ist, dass hunderttausende Menschen in aller Welt - ich wünschte, ich könnte sagen: Millionen - ein Ende dieses straflosen Tötens wollen und das Ende aller Floskeln von wegen 'unverhältnismäßige Opferzahlen'. Unverhältnismäßig in Bezug worauf?"

The Independent - Großbritannien | 27.08.2013

USA kämpfen Seite an Seite mit al-Qaida

Eine Militärintervention würde den Westen in Syrien zum Verbündeten des Terrornetzwerkes al-Qaida machen, analysiert Kolumnist Robert Fisk in der linksliberalen Tageszeitung The Independent: "Wenn Obama sich dazu entscheidet, das syrische Regime anzugreifen, dann stellt er damit sicher, dass die Vereinigten Staaten - zum allerersten Mal in der Geschichte - auf derselben Seite wie al-Qaida stehen. Was für eine Allianz! ... Jene Männer, die am 11. September viele tausend Menschenleben vernichtet haben, werden Seite an Seite mit genau jener Nation kämpfen, deren unschuldige Bürger sie vor fast genau 12 Jahren so brutal ermordet haben. Das ist eine wahrlich feine Leistung von Obama, Cameron, Hollande und den anderen Mini-Kriegsherren. Doch natürlich wird das Ganze weder vom Pentagon noch vom Weißen Haus hinausposaunt werden. Und auch nicht, so nehme ich an, von al-Qaida - obwohl beide Parteien versuchen, Baschar [al-Assad] zu vernichten."

The Independent - Großbritannien | 13.08.2013

Kerry schlägt sich auf die Seite Israels

Den Neubau israelischer Siedlungen in den besetzten Gebieten hat US-Außenminister John Kerry zwar kritisiert, aber kurz vor den Friedensgesprächen dennoch hingenommen, schimpft die linksliberale Tageszeitung The Independent. "Schämt sich John Kerry nicht? ... Er setzt sich mit ganzer Kraft für 'Frieden' unter den Bedingungen der israelischen Regierung ein. Und die Palästinenser - 'umschränkt, gepfercht, umpfählt' [William Shakespeare, Macbeth] - müssen den Mund halten und nehmen, was sie kriegen. Ein paar kleine Häppchen werden sie schon bekommen. Heute werden 26 ältere Gefangene übergeben - Krümel für [Palästinenserpräsident] Mahmud Abbas und seine fröhliche Schar. Gleichzeitig gibt es mehr Siedlungen für Israel, ein Land, das Kerry - oder uns - nicht einmal mitgeteilt hat, wo seine östliche Grenze liegt. An der alten 'Grünen Grenze' von 1967? Entlang der Siedlungsgrenze östlich von Jerusalem? Am Jordan? Aber für Kerry lautet das Motto 'schnell, schnell, schnell'."

The Independent - Großbritannien | 22.07.2013

Deutsche werden weiter mit Hisbollah sprechen

Die Einstufung des radikalislamischen Flügels der Hisbollah als Terrororganisation ist eine Farce, meint der Nahost-Korrespondent Robert Fisk in der linksliberalen Tageszeitung The Independent und hält das damit einhergehende Kontaktverbot für EU-Diplomaten für illusorisch: "Natürlich werden die Israelis in Kontakt mit dem 'militanten Flügel' der Hisbollah stehen, nämlich immer dann, wenn es um den Austausch von Leichen geht, der für gewöhnlich im Verhältnis von zwei toten Israelis für drei- oder vierhundert Hisbollah-Tote stattfindet. Ich war Zeuge dieser makabren Übergaben und der Vermittler dabei ist immer der Gleiche: der Chef des deutschen Geheimdienstes. Er pflegt exzellente Beziehungen mit den Israelis und der Hisbollah und besucht oft den Libanon. Sollen wir glauben, dass Deutschland Israel nicht mehr seine guten Dienste anbieten wird, weil es mit dem 'militanten Flügel' der Hisbollah sprechen müsste und Deutschland ein Mitglied der EU ist? Vergesst es!"

The Independent on Sunday - Großbritannien | 25.10.2010

Protokolle beschämend für USA

Angesichts der von Wikileaks veröffentlichten Geheimdokumente hat die US-Regierung kein Recht, die Schuld abzuwälzen, meint die Sonntagszeitung The Independent on Sunday: "Erstaunlich, wie das Pentagon jetzt tönt, dass an den Händen der Wikileaks-Macher nun auch Blut kleben könne. Das Pentagon ist seit dem Atombombenabwurf in Hiroshima 1945 mit Blut befleckt. Es ist lächerlich, wenn eine Institution, die 2003 den illegalen Einmarsch in den Irak angeordnet hat, Wikileaks des Mords für schuldig erklärt. ... Hätte dieser riesige Schatz an Geheimdokumenten bewiesen, dass die Zahl der Toten weit niedriger war, als von der Presse verbreitet, und dass US-Soldaten niemals Folter durch die irakische Polizei geduldet, kaum Zivilisten an Kontrollpunkten erschossen und mordende Söldner stets zur Verantwortung gezogen haben, dann würden die US-Generäle die Akten auf den Stufen des Pentagon kostenlos an die Journalisten verteilen. Sie toben nicht, weil Staatsgeheimnisse verletzt wurden oder dadurch Blut vergossen werden könnte. Sondern weil sie beim Erzählen der Lügen erwischt wurden, von denen wir immer schon wussten, dass es Lügen waren."

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