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Doğan, Yalçın


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


T24 - Türkei | 19.10.2015

Erdoğan nutzt die Probleme der EU aus

Erdoğan wird die Flüchtlingskrise für sich zu nutzen wissen, meint die liberale Internetzeitung T24 mit Blick auf Merkels Besuch in Istanbul: "Nachdem Erdoğan den Rechtsstaat, Grundrechte und Freiheiten bereits zu den Akten gelegt hat, plagt ihn nun das Problem, wie er sich vom Druck durch den Westen befreien kann. Auch wenn er ab und zu streitet und flucht, ist klar, dass er damit gründlich überfordert ist. In der Flüchtlingskrise und im von Deutschland und der EU vorbereiteten Schmiergeld sieht er seine Chance. Seine Bedingung ist, dass seine 'politische Verfolgung', also der Druck des Westens auf ihn sowie die tägliche Kritik an ihm in den westlichen Medien ein Ende finden. Er glaubt jedenfalls, dass die Flüchtlinge der schlimmste Albtraum des Westens sind und der Westen ihm deshalb alles geben werde, was er fordert. Darum hat er sich eine besonders schwer zu erfüllende Bedingung ausgesucht."

Hürriyet - Türkei | 01.08.2013

Ankara will unpolitische Fußballfans

Vor Beginn der türkischen Fußballsaison in zwei Wochen hat Sportminister Suat Kılıç die Fans aufgefordert, auf "politische Sprechchöre" zu verzichten. Nach den Istanbuler Gezi-Protesten beruft man sich auf das Gesetz zur Gewaltprävention in den Stadien, um politische Meinungsäußerungen zu unterbinden, kritisiert die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Das Gesetz soll eigentlich Gewalt verhindern. Was haben politische Sprechchöre mit Gewalt zu tun? Gar nichts. Das ist die Anwendung einer Politik der Gleichmacherei auf den Sport. Ähnlich wie mit dem Gesetz zum Alkoholverbot versucht man hier unter dem Vorwand der Gewaltprävention, jeden auf Linie zu bringen. Das Gesetz wurde schon vor zwei Jahren verabschiedet, im April 2011. Es passt zur Logik der Regierung. Nicht mehr Fans sollen die Spiele anschauen, sondern von der Regierung erschaffene Roboter."

Hürriyet - Türkei | 17.07.2013

Gewalt in Istanbul wie im Polizeistaat

Die eigens eingerichtete Krisenstelle der Istanbuler Anwaltskammer hat seit Ende Mai rund 34.000 Beschwerden wegen Polizeigewalt bei den Protesten in Istanbul und wegen unmenschlicher Zustände in der Untersuchungshaft aufgenommen. Diese Zahlen veröffentlichte die Anwaltskammer am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Die konservative Tageszeitung Hürriyet ist entsetzt: "Das Dramatische ist, dass die Gewalt weiter geht und zahlreiche Personen auf Grund von Hausdurchsuchungen ihre Beschwerden zurück ziehen. Viele Menschen verzichten aus Angst darauf, ihr Recht einzufordern. In welchem Rechtsstaat passiert so etwas? Ist die Türkei noch ein Rechtsstaat oder schon ein Polizeistaat? ... Dieser Rekord der Schande wird sich fortsetzen. Wahrscheinlich werden die Menschen, die einen Prozess führen werden, am Ende eine Entschädigung erhalten. Staatliche Institutionen verüben Menschenrechtsverletzungen, und die Entschädigungen werden aus der Tasche des kleinen Bürgers bezahlt."

Hürriyet - Türkei | 13.06.2013

Tränengas für türkische TV-Kanäle

In der Türkei hat der Hohe Rat für Hörfunk und Fernsehen (RTÜK) am Mittwoch vier kleine Fernsehkanäle (Halk, Cem, Ulusal, EM) mit einer Geldstrafe in Höhe von insgesamt 11.000 Türkischen Lira verurteilt (rund 4.500 Euro). Ihnen wurde vorgeworfen, gewaltverherrlichend und irreführend über die Proteste am Taksim-Platz berichtet zu haben. Die konservative Tageszeitung Hürriyet kritisiert die Strafe: "Zu den Zielen von RTÜK gehört der Schutz der Meinungsfreiheit und der Nachrichten. Die Geschehnisse [am Taksim-Platz] sind von Anfang bis Ende Nachrichten. Und nun bestraft RTÜK die Kanäle, die sich gegenüber der Meinungsfreiheit und dem Recht auf Nachrichten angemessen verhalten. Als die Welt Minute für Minute die Ereignisse verfolgte, hätte RTÜK vielmehr die zu Beginn nicht berichtenden Kanäle ermahnen sollen, anstatt die einzigen zu bestrafen, die über die Geschehnisse berichtet haben."

Hürriyet - Türkei | 05.06.2013

Türkische Unruhen haben Langzeit-Effekt

In der Türkei dauern die Demonstrationen gegen die Regierung an, die Nacht auf Mittwoch war bereits die sechste Protestnacht in Folge. Die konservative Tageszeitung Hürriyet rechnet damit, dass die Proteste auch in Zukunft schnell wieder aufflammen können, sollten Regierungsentscheidungen den privaten Lebensstil weiter beeinflussen. Dies könnte vor allem zwei Auswirkungen haben: "Erstens wird es schwieriger, dass Istanbul die olympischen Spiele 2020 bekommt. Die Außenwelt sieht die Gezi-Proteste nämlich anders, als wir sie sehen. Würden Sie etwa olympische Spiele in Ägypten, Irak oder Libyen veranstalten? Die Welt sieht Istanbul zur Zeit so. Zweitens betreffen die Proteste auch die Träume des Premiers von einer Verfassungsänderung. Sein Ziel, ein Präsidialsystem einzuführen, wird nach den Protesten, die sich auf die ganze Türkei ausgeweitet haben, schwierig umzusetzen sein. Denn die Massen würden eine Präsidentschaft Erdoğans als Einmischung in ihr Privatleben auffassen."

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