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Çalışlar, Oral


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Hürriyet - Türkei | 12.01.2016

Türkische Hexenjagd wie in den 1990er Jahren

Gegen den türkischen Fernsehsender Kanal D sind am Montag Ermittlungen wegen Terrorpropaganda eingeleitet worden. Der Grund ist, dass am Freitag eine Anruferin in der beliebten TV-Sendung Beyaz Show mehr Aufmerksamkeit für die zivilen Opfer im Kurdenkonflikt im Südosten des Landes gefordert hat. Vor einer Hexenjagd warnt die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Den Moderator einer Unterhaltungssendung der Propaganda für eine Terrororganisation zu beschuldigen, obwohl er damit überhaupt nichts zu tun hat, ist nicht zu akzeptieren. ... Manche Kräfte innerhalb des Staats verfolgen im Kampf gegen den Terror einen Trend, der sich an die Staatslogik der 1990er Jahre anlehnt. Niemand kann behaupten, dass diese Haltung in der Vergangenheit zu einem Erfolg geführt hat. Die 1990er Jahre waren diesbezüglich eine erfolglose, schmerzhafte Periode. Erneut zu versuchen, Freiheiten zu beschränken und kritische Haltungen zum Schweigen zu bringen, wird nutzlos sein."

Hürriyet - Türkei | 25.08.2015

Friedensappelle dürfen PKK nicht ausnehmen

Der Chef der kurdennahen HDP, Selahattin Demirtaş, hat am Samstag die PKK aufgefordert, ohne Wenn und Aber die Gewalt in der Türkei zu stoppen. Dies ist ein später, aber richtiger Aufruf, findet die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Es ist unmöglich, diesen blutigen Prozess zu stoppen, indem man die PKK-Angriffe ignoriert, unterschätzt oder verharmlost. Natürlich können wir Bürger auch den Staat, also die Macht auf der anderen Seite dieser Tragödie, auffordern, die Gewalt zu stoppen. Wir können erklären, dass dieses Problem nicht mit Bomben gelöst werden kann. Wir können fordern, dass gemäß den bestehenden Gesetzen eine Lösung gefunden wird. ... Doch solche Friedenserklärungen, die die PKK mit keinem Wort erwähnen, scheinen typisch für den türkischen Pazifismus zu sein. Ein echter Pazifismus würde sich parteiunabhängig gegen all diejenigen richten, die zu Gewalt und Waffen greifen und außerhalb des Gesetzes handeln."

Radikal - Türkei | 09.02.2015

Sogar AKP thematisiert Polarisierung der Türkei

Der türkische Vizepremier Bülent Arınç hat vor einer Spaltung der türkischen Gesellschaft gewarnt. Die eine Hälfte wähle die Regierungspartei AKP, die andere Hälfte betrachte diese mit Hass, sagte er in einem Interview mit CNN Türk am Samstag und mahnte die AKP zu einer einenden Sprache. Für die liberale Internetzeitung Radikal sind dies erstaunlich offene Worte: "Arınç weist auf die Polarisierung der Gesellschaft hin und ist sich des Risikos dieser Entwicklung bewusst. ... Wenn ein so wichtiger AKP-Politiker diese Aussage tätigt, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was das bedeutet und ob er damit einen Trend innerhalb der Partei oder lediglich seine persönliche Haltung ausdrückt. Zumindest lässt sich festhalten: ein großer Teil der AKP und ihrer Führung ist insbesondere über die gesellschaftliche Polarisierung beunruhigt. Arınçs Aussage 'Es ist notwendig, eine eskalierende Spannung in der Politik zu vermeiden' können wir als eine Tendenz betrachten, die man nicht ignorieren wird."

Radikal - Türkei | 05.08.2014

Westliche Medien gegenüber der Türkei anmaßend

'Erdoğan - der neue Sultan' - mit dieser Titelgeschichte liegt die aktuelle Ausgabe des Magazins Der Spiegel an den Kiosken und passt damit genau in das Türkei-Bild des Westens, bemängelt die liberale Internetzeitung Radikal: "Tatsächlich kennt die Türkei so manche Problemfelder: Einflussnahme auf die Presse, Rechtsprechung und Alltag, gleichförmige Parteien und die Parteiengesetze, die Verfassung, die unbeachteten Forderungen der Aleviten, Demonstranten, die durch Polizeigewalt ihr Leben verloren haben, hunderte inhaftierte Jugendliche und noch vieles mehr. ... Doch das gesamte Bild sieht anders aus: Die Türkei ist dabei, mit den Kurden die größte Versöhnung ihrer Geschichte zu verwirklichen. Wie passt das in das Bild einer sich ausweitenden Diktatur, die der Freiheit feindlich gesinnt ist? Und wie erklären wir uns dann wichtige gesetzliche Regelungen die Armenier und andere Minderheiten betreffend? Auch was die Zivilgesellschaft betrifft, kann man einige Errungenschaften aufzählen. … Bei den Präsidentschaftswahlen wird nun das Volk die Wahl haben. Oder sollte sie jemand anderes haben, wenn es nach dem Westen ginge?"

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