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Buccini, Goffredo


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 29.08.2014

Frontex-Plus hilft Flüchtlingen auch nicht

Eine neue Mission der EU-Grenzschutzagentur Frontex soll Italien bei der Rettung von Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer helfen. "Frontex Plus" werde im November starten, sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel nach einem Treffen mit Italiens Innenminister Angelino Alfano. Ein weiteres Kapitel verfehlter Flüchtlingspolitik, poltert die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Man werde die Boote der Menschenhändler vernichten, beteuert Alfano. Leider ist die Zerstörung der Schrottschiffe die einzig konkrete Maßnahme, die unser Innenminister nach dem Treffen verkündet hat. ... Ganz davon abgesehen, dass die Boote der Schleuser meist von alleine untergehen, wird man die epochale Flutwelle der Migranten wohl kaum aufhalten, indem man die Boote versenkt. ... Selbst wenn wir tausend im Monat zerstörten, würde es weder den Händlern an Booten, noch den Flüchtlingen an Verzweiflung zur Überfahrt fehlen. Statt sich die Schiffe vorzunehmen, sollte man lieber denjenigen, die sie lenken - also den Schleusern - das Handwerk legen."

Corriere della Sera - Italien | 15.10.2013

Italien muss sich selbst um Grenzen kümmern

Nach den jüngsten Flüchtlingsdramen vor Lampedusa hat Italien die Überwachung des Mittelmeers verstärkt. Letzte Details der Mission 'mare nostrum' - unser Meer - besprach Premier Enrico Letta mit den Ministern für Verteidigung, Außen- und Innenpolitik am Montagabend in Rom. Die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera begrüßt die Mission: "Lampedusa ist keine autonome Republik, sondern der Vorposten Italiens in 'unserem Meer'. So wahr es ist, dass das Problem der Flüchtlingsströme hinsichtlich des Schengen-Abkommens ein europäisches Problem ist, so wahr ist auch, dass Lampedusa unsere Grenze ist und dass wir von unseren EU-Partnern kaum mehr als Mitgefühl erwarten können. Italien muss jetzt glaubhaft bleiben. Die Mission muss wirkungsvoll sein. ... Unsere Marine leistet herausragende Arbeit im Kanal vor Sizilien. Es geht also nicht darum, das Image dieser Arbeit zu verbessern. Es geht vielmehr darum, endlich die Mittel zur Verfügung zu stellen, die die Marine seit Jahren fordert, und somit eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen."

Corriere della Sera - Italien | 22.07.2013

Italien kentert im Costa-Concordia-Prozess

Eineinhalb Jahre nach der Havarie der Costa Concordia sind am Samstag gegen einen Reedereivertreter und vier Besatzungsmitglieder Haftstrafen zwischen 18 und 34 Monaten verhängt worden - unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Jetzt fehlt nur noch, dass auch für den Kapitän mildernde Umstände gelten, empört sich die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera : "Es geht nicht nur um die Frage einer Strafmilderung und um rechtliche Kniffe. Es geht um unser Image. Die ganze Welt schaut auf uns. 32 Tote - und fünf der sechs Angeklagten werden mit einem Nasenstüber nach Hause geschickt. … Der Effekt ist umso grotesker, als nur mehr der sechste Angeklagte übrig bleibt: der Kapitän Francesco Schettino, der mit seinem unausstehlichen, hasardeurhaften Verhalten eine Beleidigung für die Trauernden ist. Er wird nicht den Sündenbock spielen. Denn er ist eine Karikatur Italiens als Land der Hallodris. Seit jenem verfluchten 13. Januar 2012 hat er nicht den geringsten Anflug von Demut oder tätiger Reue gezeigt, sondern die Schuld auf andere abgewälzt."

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