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Böhmer, Daniel-Dylan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 29.09.2015

Fehler aus Afghanistan in Syrien vermeiden

Die Taliban haben am Montag die afghanische Provinzhauptstadt Kundus zurückerobert. Was in Afghanistan passiert, sollte eine Warnung für die Anti-Terror-Koalition in Syrien sein, mahnt die konservative Tageszeitung Die Welt: "Kein Jahr nach dem Abzug der Kampftruppen ist die islamistische Miliz so weit erstarkt, dass sie die administrativen und politischen Zentren der Regionen verwüsten und Unsicherheit, Instabilität, Unberechenbarkeit schüren kann. ... Angesichts der zahllosen Afghaninnen und Afghanen, die täglich zu uns kommen, wäre es schlicht dumm zu glauben, das Land gehe uns nichts mehr an. Bevor wir uns in Syrien ein zweites Afghanistan schaffen, sollten wir festhalten: Ein bisschen Frieden gibt es nicht. Um ein Bürgerkriegsland zu stabilisieren, braucht es jahrzehntelanges, intensives Engagement. Kurzfristige Bündnisse mit Milizen und Diktaturen schaden nur. Zum langsamen, zähen Aufbau eines funktionierenden Staates gibt es keine Alternative."

Welt am Sonntag - Deutschland | 20.09.2015

Westen muss IS ohne Assad besiegen

Eine Beendigung des Syrienkrieges kann nur ohne Assad gelingen, nicht mit ihm, analysiert die konservative Wochenzeitung Welt am Sonntag: "Gerade Assad [hat] den IS stark werden lassen. Er hat ihn nie ernsthaft bekämpft und tut es auch jetzt nicht, und zwar just mit dem Ziel, sich dem Westen als Heiler der eigens geschürten Entzündung anzubieten. Das heißt auch: Er wird den Krankheitsherd auf diese oder jene Art immer wieder nähren, wenn er sein Überleben bedroht sieht. Assad ist das Problem, nicht die Lösung. ... Assad [darf] jetzt nicht stark gemacht werden, indem man ihm den Kampf gegen den IS überlässt. Der Westen muss diesen Kampf selbst führen - nicht für Assad oder gegen ihn, sondern trotz Assad. Wenn wir uns nicht von ihm abhängig machen, können wir gemeinsam mit Russland eine neue Machtteilung in Syrien aushandeln helfen, das Blutvergießen begrenzen, vielleicht irgendwann sogar beenden."

Die Welt - Deutschland | 08.09.2015

Nichtstun ist keine Option mehr

Deutschland sollte eine Beteiligung an den Luftschlägen gegen die IS-Terrormilizen zumindest prüfen, fordert die konservative Tageszeitung Die Welt: "Den Einsatz militärischer Mittel muss die Politik sorgfältiger abwägen als jede andere Maßnahme. Aber jedes Abwägen muss zu einer Schlussfolgerung kommen, sonst ist es nur Flucht. Zu dieser Flucht neigen wir Deutschen. Richtig: Bomben allein schaffen keinen Frieden. Aber solange die militärische Dominanz des IS nicht gebrochen wird, ist jeder politische Entwicklungsansatz aussichtslos. ... Wir können auch unsere einzigartigen Beziehungen zu Schiiten wie Sunniten im Nahen Osten einsetzen, um zu einer Verhandlungslösung beizutragen. Wir können helfen, Schutzzonen durchzusetzen. Im Falle Syriens haben wir nur eine Handlungsoption schon gründlich ausprobiert: gar nichts tun. Damit sind wir gescheitert. Wenn wir das jetzt nicht erkennen, dann ignorieren wir die Geschichte der Menschen, die zu uns kommen, ja, dann ignorieren wir sie selbst, noch während wir helfen."

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