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Awramow, Dimitar


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


24 Chasa - Bulgarien | 28.10.2014

Machtgeilheit behindert Regierungsbildung

Nach den Parlamentswahlen am 5. Oktober gehen die Koalitionsverhandlungen in Bulgarien in die dritte Runde, eine Einigung zwischen den Parteien ist nicht in Sicht. Die Tageszeitung 24 Chasa hat die Hoffnung auf eine stabile Regierung mit klaren Zielen bereits aufgegeben: "Die Parteien wollen die Macht mehr als alles andere, aber sie fürchten einander und sie fürchten die Verantwortung, die mit klaren politischen Einsatzbereitschaft einhergeht. Für sie ist die Macht wie eine schöne Frau, mit der sie einen One-Night-Stand, aber keine ernsthafte Beziehung haben wollen. So ist unsere heutige politische Elite: verdorben, ängstlich, inkompetent und nicht in der Lage, das Vertrauen der Wähler in eine einigermaßen stabile Regierung zu verwandeln. ... Die Parteien sind so schwach und verängstigt, dass sie sich auf nichts einigen werden - außer auf Kleinigkeiten. Warum? Weil die meisten von ihnen Schuld tragen an der stagnierenden Wirtschaft, dem maroden Staatsapparat und dem Fehlen sozialer Perspektiven."

24 Chasa - Bulgarien | 17.02.2014

Mob zerstört Vertrauen in Bulgarien

Hunderte nationalistische Demonstranten haben am Freitag versucht, die Zentralmoschee in der zweitgrößten bulgarischen Stadt Plowdiw zu stürmen. Zuvor hatte die muslimische Gemeinde die Rückgabe einer vom Staat Anfang des 20. Jahrhunderts enteigneten Moschee in der nahegelegenen Stadt Karlowo vor Gericht erstritten. Die Tageszeitung 24 Chasa verurteilt die Gewaltausschreitungen aufs Schärfste: "Der Protest in Plowdiw, der in einen Pogrom und Vandalismus ausartete, wird weit schlimmere Konsequenzen für die Stadt, das politische Klima und das internationale Vertrauen in Bulgarien haben, als wir im Moment glauben. Es kann nicht sein, dass in einem zivilisierten Land zivilisierte Menschen einen Protest, bei dem es lediglich um eine Immobilie geht, dermaßen aus dem Ruder laufen lassen und andere Menschen [Roma und türkischstämmige Bulgaren] aufgrund ihres religiösen, ethnischen und sozialen Hintergrunds beschimpfen."

24 Chasa - Bulgarien | 21.02.2013

Keiner weiß, wie Bulgarien zu helfen ist

Nach dem Rücktritt der Regierung von Bojko Borisov am Mittwoch befindet sich Bulgarien in einer politischen Schockstarre und weder das Volk noch die Opposition haben ein Konzept für die Zukunft, analysiert der Politologe Dimitar Avramov in der Tageszeitung 24 Chasa: "Ich sehe im Moment keinen einzigen rational denkenden Anführer, der in der Lage wäre, Bulgarien aus dem Schlamassel zu ziehen. Zu meinem großen Bedauern entdecke ich einen solchen auch nicht in den Reihen der sozialistischen Oppositionspartei, die sich bloß die Hände reibt und glaubt, dass ihr die Macht von selbst in den Schoß fallen wird. Falsch gedacht! ... Denn die Protestierenden haben bereits etwas sehr Wichtiges formuliert: 'Wir wissen zwar nicht, wie man regiert, und auch nicht genau, was wir wollen, aber wir haben eindeutig die Schnauze voll von euch!' Das ist eine deutliche Botschaft an alle Politiker, die in den letzten Jahrzehnten Bulgarien heruntergewirtschaftet und Schlüsselbranchen wie den Energiemarkt in die Hand von Monopolisten gegeben haben."

24 Chasa - Bulgarien | 24.10.2011

Neuer Präsident Bulgariens braucht Visionen

Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Bulgarien am Sonntag hat der Kandidat der Mitte-Rechts-Regierung gewonnen. Rossen Plewneliew erhielt 39,7 Prozent der Stimmen. Bei der Stichwahl am 30. Oktober wird er gegen den zweitstärksten Bewerber antreten, den Sozialisten Iwajlo Kalfin (29,6 Prozent). Der Regierungskandidat hat Chancen, ein guter Präsident zu werden, meint die Tageszeitung 24 Chasa: "Wenn Plewneliew die Wahlen gewinnen will, muss er eine moderne Vision nach westeuropäischem Vorbild für das Präsidentenamt vorstellen, die uns in den vergangenen acht Jahren gefehlt hat. … Wenn er aber die Rolle des Präsidentenamts und seine Wichtigkeit für das Selbstbewusstsein und den Geist der Nation verkennt, wird er entweder gar nicht erst gewählt, oder er verbringt die nächsten fünf Jahre sehr komfortabel - abgesehen davon, dass man ihm in den ersten zwei vorwerfen wird, nach der Pfeife der Regierung zu tanzen. Wie er sich entscheidet, hängt einzig und allein von ihm ab. ... Er hat jedenfalls die Chance, etwas Neues auf den Weg zu bringen."

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