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Armellini, Antonio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 17.04.2015

Auf Grexit folgt Untergang der gesamten EU

Nach der Absage der IWF-Chefin an eine Stundung der griechischen Kreditzahlungen haben Europas Börsen am Donnerstag bedeutend nachgegeben. Die Anleger stellen sich auf den Grexit ein, mahnt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera und warnt vor dessen Folgen: "Ein Grexit würde die Spannungen innerhalb der Eurozone noch verschärfen. Er würde den gesamten Integrationsprozess gefährden. All diejenigen würden unterstützt, die die Skepsis gegenüber den bürokratischen europäischen Institutionen nutzen, um gegen den Euro ins Feld zu ziehen und in einigen Fällen sogar die Auflösung der EU fordern: angefangen bei Podemos in Spanien über Syriza bis zur Alternative für Deutschland, von der Lega Nord in Italien zur Ukip in Großbritannien. ... Das Gespenst des Grexit ist in den Augen einer breiten Masse von Euroskeptikern nicht nur dienlich, die Bürokratie der Union anzufechten, sondern den Sinn ihres politischen Projekts insgesamt zu leugnen."

Corriere della Sera - Italien | 21.01.2015

Über Lösegeldzahlungen spricht man nicht

Nach der Freilassung zweier freiwilliger Helferinnen aus der Gewalt einer syrischen Terrorgruppe ist in Italien ein Streit über die Zahlung von Lösegeldern entbrannt. Rom hat eine Zahlung dementiert, denn Italien halte sich an entsprechende internationale Übereinkommen. Doch zwischen Prinzip und Realität liegen Welten, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Sich der illegalen Logik der Erpressung zu beugen, ist gegen das Gemeinwohl, dafür gibt es keine Rechtfertigung. ... Das ist die Theorie, doch in der Realität kommt es häufig vor, dass Staaten, die offiziell unnachgiebig sind, auf Verhandlungen eingehen, deren Existenz sie bar jeder Transparenz leugnen. Die Position Italiens, das möglicherweise zahlt ohne dies zuzugeben, aber dies auch nicht allzu sehr dementiert, ist am Ende weniger zwielichtig. ... Es mag zynisch klingen, doch in der Kosten-Nutzen-Bewertung [der Lösegeldzahlung] spielt die Mobilisierung der öffentlichen Meinung eine ganz entscheidende Rolle."

Corriere della Sera - Italien | 08.09.2014

Großbritannien versinkt in Bedeutungslosigkeit

Die Unabhängigkeit bringt Schottland wenig Vorteile, für Großbritannien wäre sie aber verheerend, mahnt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Für Edinburgh könnte die Unabhängigkeit ein gefährlicher Sprung ins Ungewisse sein, doch sollte man auch die Folgen für den Rest des Landes nicht unterschätzen. Das verbleibende Vereinigte Königreich wäre ein geschwächtes Reich. Abgesehen davon, dass Wales und Nordirland dem schottischen Beispiel folgen könnten, wäre der Verbleib Großbritanniens als ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat zumindest schwer vorstellbar. England würde seine Hauptrolle auf der internationalen Bühne einbüßen. Ein von der konservativen Partei gelenktes England ohne eine wahre Opposition könnte zudem den EU-Austritt Großbritanniens wahrscheinlicher machen, mit der Gefahr, statt einer virtuellen eine wahre Grenze zwischen Schottland und England zu errichten."

Corriere della Sera - Italien | 19.08.2014

Antonio Armellini über Deutschlands politische Führungsrolle in Europa

Die Vermittlungsbemühungen des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier im Irak-Konflikt belegen die neue außenpolitische Stärke Deutschlands, analysiert der italienische Diplomat Antonio Armellini in der liberal-konservativen Tageszeitung Corriere della Sera: "Die Zeit, in der Europa glaubte, sich in der Politik auf einen französischen Kopf und in der Wirtschaft auf einen deutschen Arm verlassen zu können, ist vorbei: Die Protagonisten haben sich gewandelt und das deutsch-französische Einvernehmen beruht mehr auf einem Rest gutem Willen denn auf Fakten. Ebenso ist der Traum einer europäischen Sicherheitspolitik rund um ein französisch-britisches Zentrum geplatzt - wenn es ihn noch gibt, dann bestenfalls in Form einer bilateralen Achse. Solange das hochgesteckte (und vielleicht futuristische) Ziel eines Vereinigten Europas nicht erreicht ist, wird die Außenpolitik der Europäischen Union nur schlagkräftig sein, wenn sie auf die Führungskraft des Landes setzen kann, das in der Union das größte Gewicht hat und in der Lage ist, die verschiedenen Positionen zu koordinieren. Und mit der gütigen Erlaubnis von Paris kann das nur Deutschland sein."

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