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Arend, Ingo


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Der Freitag - Deutschland | 23.07.2009

Ingo Arend über die Bedeutung von Kultur- und Kreativwirtschaft

Ingo Arend reflektiert in der linken Wochenzeitung Der Freitag über die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft: "Die Promotion einer ästhetischen Fähigkeit zur unmittelbaren Produktivkraft zeigt deutlich: Der Kapitalismus steuert entschlossen ins postindustrielle Zeitalter und stellt sich unter einen kreativen Imperativ. Sechzig Jahre nach der Abrechnung Max Horkheimers und Theodor W. Adornos mit der 'Kulturindustrie' ist der rasante Aufstieg der 'cultural industries' zum Geist und Motor eines neuen Kapitalismus bemerkenswert. Müsste sich die kreative Szene da nicht geehrt fühlen? Endlich soll sie einmal nicht brotlos am Rand stehen, sondern Zentrum einer kolossalen gesellschaftlichen Umwälzung werden. Doch so wie hier künstlerische Praktiken und Potentiale nicht nur zu direkt verwertbaren ökonomischen Standortfaktoren avancieren, sondern zur Leitidee einer Ökonomie der Innovation schlechthin, bahnt sich auch ein dramatischer Rollenwandel der Kunst an. Dabei sind die Zweifel längst nicht ganz ausgeräumt, dass die umworbenen Kreativen am Ende dann doch nur in Smartshops enden, die den Konzernen die Arbeit abnehmen, die sie nicht mehr bezahlen wollen. Allzu viel (linke) Angst davor, dass die Kreativität nun verstaatlicht wird und der Künstler zum Agenten des Kommerzes mutiert, ist aber unangebracht. Denn Kreativität ist nicht planbar wie ein chemischer Prozess. Sie lebt von einem unkalkulierbaren Eigensinn."

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