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Appelfeld, Aharon


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La Repubblica - Italien | 27.01.2014

Für Aharon Appelfeld beginnt eine neue Zeit der Auschwitz-Erinnerung

Am 27. Januar 1945 wurde Auschwitz befreit. Vor allem im Bereich der Literatur erfährt das Gedenken an die Grauen des Vernichtungslagers eine generationsbedingte Verwandlung, schreibt der 1932 geborene israelische Schriftsteller Aharon Appelfeld in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "69 Jahre sind vergangen. Mir scheint, eine neue Phase unseres Verhältnisses zum Holocaust beginnt. ... Solange die Überlebenden unter uns weilten, war der Holocaust von konkreter Gegenwärtigkeit. Er hatte einen Namen, einen Nachnamen, eine Stadt, ein Dorf. ... Heute tritt ein neuer Typ Überlebender hervor: all jene, die Kinder waren, als der Krieg ausbrach; ihre Erinnerung ist anderer Natur. Sie haben ihr im Lauf der Jahre künstlerischen Ausdruck verliehen. ... Eine Form des einfachen, direkten, nicht mehr durch Erfahrung übermittelten Bezugs zu den grauenhaften Ereignissen war notwendig, um darüber auf künstlerischer Ebene sprechen zu können. Keine Sublimierung, keine Entschuldigung und auch keine Glorifizierung, sondern nur die Form, die jedem x-beliebigen Menschen zur Verfügung steht, um über die Ereignisse seines Lebens zu sprechen, die, so schrecklich sie auch sein mögen, zum Leben gehören."

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