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Alexe, Dan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


România Liberâ - Rumänien | 01.04.2010

Rumänen sind lesefaul

Der Brüssel-Korrespondent der Tageszeitung România Liberă, Dan Alexe, berichtet vom Besuch eines kroatischen Kollegen in Bukarest, der sich darüber wunderte, dass nur wenige Rumänen öffentlich lesen: "Ich habe mich zu rechtfertigen versucht und die unflätigen Bücherpreise angeführt. In Rumänien kostet ein Buch so viel wie in Frankreich, doch sind die Gehälter fünf Mal niedriger, so dass ein Buchkauf eine wahre Investition darstellt. Ein Buch in Rumänien ist entweder etwas für den Strand oder es hat den Status einer Bibel. ... Als mich mein Freund nach der Auflage von Zeitungen fragte, und ich ihm die Zahlen nannte, dachte er, ich hätte sie erfunden. Er konnte nicht glauben, dass in einem Land mit 22 Millionen Einwohnern die seriösen Zeitungen selten eine höhere Auflage als 50.000 Exemplare haben, während seine Zeitung im vier Millionen Einwohner zählenden Kroatien täglich mehr als 100.000 Stück verkauft. Und mit Sicherheit sind es noch mehr Leser, denn ein Teil der Zeitungen wird von Cafés gekauft, die sie schön am Eingang aufreihen, damit sie der Kunde in Ruhe lesen kann."

România Liberâ - Rumänien | 14.01.2010

Fett-Steuer liegt Rumänen schwer im Magen

Rumänien hat für seine geplante Fast-Food-Steuer in den vergangenen Tagen viel positive Resonanz aus dem Westen erhalten. Doch sie bedroht die traditionellen Essgewohnheiten in  Rumänien, meint die Tageszeitung România Liberă. Denn die sind vor allem fettig: "Fleisch ist für Rumänen das Synonym für Essen. Bei uns kann man sich keine Mahlzeit ohne vorstellen, außer es ist gerade Fastenzeit oder von irgendeiner Krankheit die Rede. ... Das berühmte Kochbuch von Sanda Marin, das die Lektüre für Generationen von Hausfrauen war, ist voll von fettigem Grauen, manches am Rande des Obszönen, wie 'Gans gefüllt mit Krautwickel'. Und natürlich muss das Essen deftig gesalzen sein, sonst 'hat es keinen Geschmack', und wenn es eventuell einmal Gemüse gibt, ist es automatisch frittiert, gebraten oder bis zur Unkenntlichkeit zerkocht und in Salz und Soßen ertränkt. ... Bald kommt Ostern [Einführung der Steuer] und dann werden wir uns gegen die heuchlerische Regierung erheben, die uns an den Gaumen will."

România Liberâ - Rumänien | 03.12.2009

Ich hupe, also bin ich

Dan Alexe, Brüssel-Korrespondent der Tageszeitung România Liberă, hat unlängst bei einem Besuch rumänischer Freunde in Belgien erneut gemerkt, wie viel größer die Bedeutung des Autos in Osteuropa ist im Vergleich zu Westeuropa: "Bei uns muss man die Kinder mit dem Jeep zur Schule bringen. Wenn wir vor dem Schulgebäude angekommen sind, müssen wir halb auf dem Bürgersteig oder halb auf den Straßenbahnlinien parken, bis die Kinder langsam ausgestiegen sind, egal ob hinter uns die Autos hupen oder eine Straßenbahn nicht weiter kann. ... Wieso sollen wir mit einem Fahrrad durch die Stadt fahren, wie ein armer Teufel, wie ein 'Loser', wenn es doch so auch befriedigend ist - mit lauter Musik und hupend, wie in einer Szene ... eines Actionfilms zu fahren, ganz so als wären die Straßen nur das Dekor eines Videospiels. In unserer Welt muss man ein Auto haben, ... das man hupend fährt, frei nach dem Motto: Ich hupe, also bin ich."

România Liberâ - Rumänien | 12.02.2009

Sterbehilfe in Europa

Die Tageszeitung Romania Libera kommentiert und analysiert die Sterbehilfe in Europa nach dem Tod von Eluana Englaro: "Länder wie Belgien, die Niederlande oder Luxemburg haben bereits ein Recht auf einen würdevollen Tod eingeführt. In diesen Ländern, darf jeder unheilbar Kranke, der nach medizinischen Gutachten, unerträgliche Leiden durchlebt und keine Hoffnung auf Besserung hat, um Sterbehilfe bitten. ... Dieses Gesetz wird in anderen Teilen Europas kritisiert, besondern im ultrakatholischen Süden. In Italien ist es zu einer Verfassungskrise im Fall von Eluana gekommen. ... Sowohl die Eltern als auch die Ärzte haben nachgewiesen, dass die Verletzungen des Gehirns von Eluana irreversibel waren und dass sie Sterbehilfe erhalten sollte. Die Eltern hatten wahrscheinlich vergessen, dass sie in Berlusconis Italien leben. ... Es gibt in Italien eine völlig gegenläufige Einstellung zu dem, was in Belgien passiert, wo der bedeutende Autor Hugo Claus, der Alzheimer hatte, im vergangenen Jahr um Sterbehilfe bat. Europa scheint selbst bis zum und beim Tod geteilt zu sein."

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