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Akyol, Taha


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Hürriyet - Türkei | 28.07.2015

HDP muss PKK entgegentreten

Der Chef der kurdennahen türkischen Partei HDP, Selahattin Demirtaş, hat am Montag die Regierung beschuldigt, mit ihren Militärangriffen gegen die PKK den Friedensprozess beendet zu haben. Die HDP muss sich nun deutlich von der Gewalt der PKK distanzieren, um diesen Prozess zwischen Ankara und den Kurden zu retten, erklärt die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Die Kriegslords [der PKK] wollen ihre eigene totalitäre Vorherrschaft weiterführen. Angesichts dessen ist der Widerstand der linken und liberalen Intelligenz der Kurdenbewegung notwendig. Die Parlamentarier der HDP, die nicht auf PKK-Linie sind, und die kurdischen Demokraten haben die moralische Verpflichtung, dem Druck [aus dem PKK-Rückzugsgebiet] in der Kandil-Region etwas entgegenzusetzen. Den Kurden in Kandil und dem KCK [dem militärischen Arm der PKK] muss klar gemacht werden, dass Waffen keine Lösung sind. Um eine Katastrophe wie in Syrien zu verhindern und den entgleisten Friedensprozess wieder auf den richtigen Weg zu bringen, muss die HDP die Kooperation suchen."

Hürriyet - Türkei | 29.05.2015

Nur zivile Hochzeit schützt türkische Frauen

Das türkische Verfassungsgericht hat am Donnerstag entschieden, dass eine Trauung durch einen Imam ohne eine vorherige standesamtliche Hochzeit nicht mehr strafbar ist. Kolumnist Taha Akyol von der konservativen Tageszeitung Hürriyet kritisiert das Urteil: "Von einem liberalen Standpunkt aus gesehen, können alle verheiratet oder unverheiratet leben. Wer will, kann also auch ohne eine zivile Eheschließung eine Imam-Trauung vornehmen lassen. ... Der andere Blickwinkel ist der gesellschaftliche und der betrifft den Schutz der Frauen. Es ist eine Tatsache, dass in unseren unterentwickelten Gegenden die Mädchen durch die Imam-Trauung ihren Ehemännern 'gegeben' werden. Bei solchen Eheschließungen steht die Frau unter keinerlei gesetzlichem Schutz. ... Da man wusste, dass es eine Straftat ist, eine Imam-Trauung ohne zivile Trauung vorzunehmen und es die Möglichkeit zur Anzeige gab, konnte dies zumindest ein bisschen abschreckend wirken. Dies ist mit dem Urteil nicht mehr gegeben."

Hürriyet - Türkei | 27.03.2015

Nur Demokratie hilft gegen Konfessionskriege

Im Jemen beginnt ein weiterer Konfessionskrieg im Nahen Osten, bedauert die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Das Grundproblem ist, dass die Islamische Welt im 21. Jahrhundert noch im Mittelalter lebt. ... Die sunnitische Doktrin sieht andere Glaubensrichtungen als abnormal an und wendet viele historische Regeln der islamischen Rechtswissenschaft wie göttliche Befehle an. ... Gleichzeitig zeigt der schiitische Aufstand im Jemen eine Radikalisierung und Militarisierung ähnlich wie in der sunnitischen Welt. ... Es ist klar, dass das Erbe des islamischen Rechts und konfessionelle Doktrinen untersucht und erneuert werden müssen. ... Wenn die Menschen, egal welchen Glaubens, vor dem Gesetz nicht gleich sind, wie ist dann ein friedliches Zusammenleben möglich? Die Voraussetzung sind hier ganz klar Demokratie und ein laizistischer Rechtsstaat."

Hürriyet - Türkei | 19.11.2014

Muslime müssen sich Wissenschaft zuwenden

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Samstag in einer Rede erklärt, Amerika sei nicht von Kolumbus, sondern schon drei Jahrhunderte vorher von Muslimen entdeckt worden. Laut einiger angesehener Historiker stimmt das, doch man sollte daraus nicht die falschen Schlüsse ziehen, meint der Kolumnist Taha Akoyl in der konservativen Tageszeitung Hürriyet: "Angesichts der heutigen kulturellen Probleme halte ich Prahlereien darüber, welche Wunder Muslime in der Geschichte vollbracht haben, für wenig sinnvoll. Statt sich selbst zu loben, ist es viel wichtiger und notwendiger sich zu fragen und zu recherchieren, warum sich die Muslime von diesen wissenschaftlichen und philosophischen Wundern entfernt haben. ... Warum sind die Epochen untergegangen, in denen die muslimische Kultur Pionier war in Wissenschaft und Philosophie und warum versank die islamische Welt in Glaubenseifer und Rückständigkeit? ... Die Rückbesinnung auf die Wissenschaft ist der einzige Weg, um Ehre und Ansehen des Islam wieder zu verbessern."

Hürriyet - Türkei | 29.08.2014

Respektloser Boykott der türkischen Opposition

Bei der Vereidigung des neuen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan am Donnerstag hat die größte Oppositionspartei CHP aus Protest den Plenarsaal verlassen. Sie bemängelt, dass Erdoğan sein Amt als Premier nicht verfassungsgemäß sofort nach seinem Wahlsieg, sondern erst zwei Wochen später niedergelegt hat. Ihre Kritik war berechtigt, doch ihr Boykott taktlos, findet die konservative Tageszeitung Hürriyet: "Das Verlassen des Saals und die Buhrufe von den Rängen waren absolut falsch. Ihr Protest, in dem sie ein Verhalten entsprechend den Bräuchen und Traditionen der Republik einforderten, hätte nach der Vereidigungszeremonie stattfinden müssen. ... Die Polarisierung sitzt tief, unsere Streitkultur ist sehr gefährlich. Daher sollte Erdoğan seine nun ausgestreckte Hand nicht zurückziehen. Er sollte lange Zeit für Versöhnung offen bleiben und die Spannung reduzieren. Ebenso sollte die Opposition dafür sorgen, dass sich die Spannung löst. Das ist sowohl für die demokratischen Bräuche als auch für die politische Geisteshaltung von Nöten."

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