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Aktar, Cengiz


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Taraf - Türkei | 06.10.2015

Flucht nach Europa: Türkei kann Migranten nicht aufhalten

Selbst wenn die EU türkische Flüchtlingscamps finanzieren und Ankara im Gegenzug seine Grenzen besser schützen sollte werden auch diese Maßnahmen die Flüchtenden nicht auf ihrem Weg nach Europa aufhalten, meint die liberale Tageszeitung Taraf: "Hat ein Mensch es sich einmal in den Kopf gesetzt, wird er früher oder später auswandern. Niemand kann ihn davon abhalten. Das ist die goldene Regel der Migrationstheorie. Deswegen kann man Flüchtlingsströme nicht mit Mauern, Waffen oder Gouverneursdekreten kontrollieren. Zudem flüchten die Syrer von hier, weil zwar Essen und Trinken, jedoch keine ernsthafte und umfassende Flüchtlingspolitik in den Camps ankommt. ... Die Erwartung, dass sich die nicht vorhandene Migrationspolitik der Türkei durch Gespräche mit EU-Vertretern in Brüssel heraufbeschwören lässt, ist absurd."

Taraf - Türkei | 24.03.2015

AKP wird niemals Frieden mit Kurden schließen

Der inhaftierte PKK-Chef Abdullah Öcalan hat am kurdischen Neujahrsfest Newroz am Samstag seine Anhänger dazu aufgerufen, eine Ära des Friedens mit der Türkei zu beginnen. Doch die AKP-Regierung ist für eine Lösung im Kurdenkonflikt nicht bereit, klagt die liberale Tageszeitung Taraf: "Die kurdische Seite unternimmt von Newroz zu Newroz immer weitere Schritte in Richtung Frieden, doch die Regierung macht aus Unkenntnis und Inkompetenz  und vor allem wegen Erdoğans Wahlkalkulationen nach dem Waffenstillstand keine weiteren Schritte. ... Sie kann es nicht und wird es wohl auch nie tun. Dagegen betont Öcalan in seinem letzten Brief wie zuvor schon mit starken Aussagen die Zugehörigkeit der politischen Kurdenbewegung zur Türkei. ... Doch sie haben keinen Verhandlungspartner. Die Kurdenbewegung hat anders als die Regierung ihre Politik definiert und die Initiative ergriffen, doch um Dialog in Verhandlungen und einen Waffenstillstand in einen dauerhaften Frieden zu verwandeln braucht es zwei Seiten."

Taraf - Türkei | 21.11.2014

Gezi-Referendum nur scheinbar demokratisch

Der Istanbuler Bürgermeister Kadir Topbaş hat am Mittwoch ein Referendum zur Zukunft des Gezi-Parks angekündigt. Doch das klingt demokratischer als es ist, meint die liberale Tageszeitung Taraf: "Bei einer Abstimmung ist es zentral, dass die Wähler von den Behörden darüber informiert werden, worüber abgestimmt wird. ... In entwickelten Demokratien werden Entscheidungen, welche die Öffentlichkeit betreffen, erst nach einer Wirkungsanalyse getroffen. Wir wissen nur zu genau, wie es der Regierung vor solchen Mechanismen graut und was sie tut, um diese zu verhindern. ... Daher sollten wir nicht begeistert sein und uns täuschen lassen, wenn wir das Wort 'Referendum' hören."

Taraf - Türkei | 28.01.2014

AKW steht auf Hollandes Türkei-Agenda über allem

Frankreichs Präsident François Hollande ist am Montag zu einer zweitägigen Visite in der Türkei eingetroffen. Bei diesem ersten offiziellen Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in der Türkei seit 22 Jahren diktiert die Wirtschaft das Programm, kommentiert die liberale Tageszeitung Taraf mit Blick auf die französischen Pläne, ein Atomkraftwerk in der Türkei zu bauen: "Hollande wird von einer Armada von Geschäftsleuten begleitet. Themen, über die französische Präsidenten sonst im Ausland sprechen - wie Demokratie und Menschenrechte oder konkret der Völkermord an den Armeniern -, werden wohl gar nicht behandelt. Was dann bleibt, sind die von Hollandes Vorgänger blockierten Kapitel im EU-Integrationsprozess. ... Der erste Hinweis darauf, dass die Wirtschaft dominiert, war der Besuch von Industrieminister Arnaud Montebourg vergangenen Oktober. ... Atomkraftwerk statt Völkermord an den Armeniern. So verrückt sind wir schon geworden."

Taraf - Türkei | 05.11.2013

Islamisierte Armenier nicht länger verstecken

Eine Konferenz in Istanbul hat sich am Wochenende der Islamisierung von Armeniern im Osmanischen Reich gewidmet. Sie konvertierten zum Islam, um nicht dem Völkermord an den Armeniern 1915 zum Opfer zu fallen. Die Zahl der Nachkommen, die ihren armenischen Hintergrund zum Teil noch immer versteckt halten, wird heute auf etwa eine Million geschätzt. Die liberale Tageszeitung Taraf begrüßt, dass endlich auch dieser Aspekt des Völkermords diskutiert wird: "Der Begriff 'armenischer Muslim' macht die gängigen Gleichungen 'muslimisch = Türke/Kurde' und 'Armenier = Christ' in den nationalen Diskursen zunichte. In soziologischer Sicht beschreibt er eine Tatsache, die bisher nur leise verbreitet wurde und jetzt laut ausgesprochen wird. Er verleiht auch dem vermeintlich starren Armeniertum mehr Farbe. [Der 2007 ermordete armenische Journalist] Hrant Dink wollte immer, dass nach 1915 nicht nur über die Toten, sondern auch über die Überlebenden diskutiert wird. Endlich wird darüber diskutiert!"

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