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Ágh, Attila


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Élet és Irodalom - Ungarn | 14.05.2012

Attila Ágh über die bolschewistische Regierung Orbán

Die rechtskonservative Regierung von Viktor Orbán hat die Hälfte der Legislaturperiode hinter sich gebracht. Der Politologe Attila Ágh zieht in der linksliberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom eine Zwischenbilanz und vergleicht die Regierung Orbán mit den bolschewistischen Parteien vor der Wende: "In Wahrheit hat die Regierungspartei Fidesz mit dem Regieren noch gar nicht richtig begonnen. Stattdessen ging sie daran, ihre Macht zu zementieren und die wichtigsten Positionen im Staat zu besetzen. Letzteres hat sie inzwischen zu Ende gebracht: An den wichtigsten Schalthebeln des Staats sitzen heute geklonte Roboter des Fidesz. ... Die Regierung Orbán erinnert frappierend an die ehemaligen Staatsparteien, die seinerzeit einen zentralisierten Parteistaat errichteten. Der heutige Fidesz entspricht einer bolschewistischen Partei, die sogar noch straffer organisiert ist als die Ungarische Kommunistische Arbeiterpartei (MSZMP) in den 1980er Jahren. Ebenso wie bei der MSZMP damals machen sich aber auch bei Fidesz schon Zeichen des inneren Zerfalls bemerkbar. ... Der Zerfall von Parteien bolschewistischen Typs hat seine eigene Logik, er passiert zunächst schleichend, sprich kaum bemerkbar, doch dann geht es Schlag auf Schlag, wobei am Ende der Zusammenbruch steht."

Népszava - Ungarn | 08.07.2008

Rechtsradikalismus in Ungarn

Vor dem Hintergrund der Angriffe rechtsextremer Gruppen gegen Homosexuelle auf der "Gay Pride Parade" in Budapest am vergangenen Samstag macht sich der Politologe Attila Ágh Gedanken über den Rechtsradikalismus in Ungarn: "Das öffentliche Leben in Ungarn wurde in den vergangenen Jahren mehrfach von gewalttätigen Ausschreitungen rechtsradikaler Gruppen erschüttert. ... Es stellt sich heute eigentlich gar nicht mehr die Frage, welche Gründe hinter den Straßenunruhen in den vergangenen Jahren standen. Wir wissen doch seit langem allzu gut, dass der rechtsradikale Pöbel von den oppositionellen Jungdemokraten [Fidesz] unter Ex-Premier Viktor Orbán aufgestachelt wurde. Auch wissen wir, dass sich der Fidesz inzwischen halbherzig von den Ausschreitungen distanziert hat. ... In Wirklichkeit stellt sich heute die Frage, warum und wie lange noch die große Mehrheit der ungarischen Gesellschaft dem rechtsradikalen Vandalismus zusieht. Wann wird dem blinden Wüten auf den Straßen Budapests endlich Einhalt geboten? Die passive Mehrheit hat zwar hie und da bereits ihre Stimme erhoben. Gleichwohl befindet sich die große Mehrheit der Gesellschaft in Geiselhaft einer winzigen Minderheit von Vandalen."

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